Einzelhandel: Juli deutlich stärker als im Vorjahr

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Der deutsche Einzelhandel kann auf einen starken Juli zurückblicken. Die Umsätze lagen zu unveränderten Preisen um 2,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Nominal hatten die Händler sogar 4,2 Prozent mehr Geld in den Kassen. Allerdings hatte der Juli in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als 2012.

In den ersten sieben Monaten hat der Einzelhandel mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent (real) erneut die Größenordnung des Vorjahres erreicht. Zu aktuellen Preisen legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu.

Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz im Juli um 1,3 Prozent, preisbereinigt (real) schrumpfte er um 1,4 Prozent. Das war nicht nur der zweite Rückgang in Folge, sondern zugleich der bisher größte in diesem Jahr. Ökonomen hatten dagegen mit einem realen Umsatzplus von 0,5 Prozent gerechnet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Umsatz mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren mit 8,7 Prozent besonders stark. Das größte Minus musste der sonstige Einzelhandel - wozu beispielsweise Bücher und Schmuck gehören - mit 3,3 Prozent hinnehmen.

Der Branchenverband HDE erwartet im Gesamtjahr ein Plus von 1,0 Prozent. Das Konsumklima hatte sich zuletzt leicht eingetrübt. Ein Grund dafür sind kräftig steigende Lebensmittelpreise. Sie kletterten im August um 4,9 Prozent.

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