Energiekonzern E.ON schaffte nach AKW-Einbußen Trendwende

Der deutsche Energiekonzern E.ON kehrt nach den Einbußen durch die Atomwende auf die Gewinnerstraße zurück. Der Nettogewinn sei im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreswert um 230 Prozent auf 3,133 Mrd. Euro gestiegen, teilte der größte deutsche Versorger am Montag mit.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf 65,4 Mrd. Euro geklettert. E.ON profitierte dabei vor allem von den beim russischen Gazprom-Konzern durchgesetzten günstigeren Lieferverträgen.

Die Abschaltung der gewinnträchtigen Atomkraftwerke Isar 1 und Unterweser sowie das schwächelnde Gasgeschäft hatten E.ON im vergangenen Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 2,2 Mrd. Euro eingebracht und damit den ersten Nettoverlust in der Konzerngeschichte.

Vorstandschef Johannes Teyssen hatte in der vergangenen Woche bereits einige vorläufig Zahlen vorgelegt und die Prognose für 2012 bekräftigt. Danach soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 10,4 und 11,0 (Vorjahr: 9,3) Mrd. Euro liegen.