Novartis

Novartis und GlaxoSmithKline

EU segnet Milliarden-Pharma-Deal ab

Pharmakonzerne mussten gewisse Zugeständnisse machen.

Die EU-Kommission hat die Milliarden-Transaktion der Pharmariesen Novartis und GlaxoSmithKline unter Auflagen genehmigt. Die Kartellwächter erlaubten am Mittwoch den Kauf der Novartis-Impfstoffsparte durch die Briten und das Joint-Venture der beiden Konzerne, in das die Schweizer ihr Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneien einbringen.

Novartis darf im Gegenzug das Krebsgeschäft von GlaxoSmithkline übernehmen. Ihre Zustimmung knüpfte die EU-Kommission an Bedingungen: Novartis muss sich von zwei Krebstherapien trennen. Die Briten haben zugesichert, einen Meningitis-Impfstoff zu veräußern und für einen weiteren eine Lizenz zu vergeben. Zudem wollen sie weitere Zugeständnisse in Deutschland und Italien machen.

Die Transaktionen sind Teil des im April eingeleiteten Konzernumbaus, der den Schweizer Arzneimittelhersteller rentabler machen soll. Käufe und Verkäufe im Wert von insgesamt rund 27 Mrd. Dollar sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein. Bereits im Oktober hatte die EU-Kommission den Verkauf des Tiergesundheits-Geschäfts von Novartis an den US-Pharmakonzern Eli Lilly zugestimmt.