Euro nach deutschen Inflationsdaten schwach

Der Euro hat am Dienstag am frühen Nachmittag nach der Meldung deutscher Inflationsdaten gegen den Dollar nachgegeben. Gegen 15 Uhr notierte der Euro bei 1,3824 US-Dollar. Das tägliche EZB-Fixing wurde mit 1,3826 Dollar ermittelt. Die gemeldeten Verbraucherpreisdaten aus Deutschland indizierten eine schwächere Teuerung als erwartet und belasteten damit den Euro.

"Die Furcht vor einer Deflation ist derzeit der große Angstfaktor", sagte ein Devisenhändler in Wien. Die Europäische Zentralbank würde auf Deflation mit weiteren Maßnahmen reagieren mit entsprechend negativen Auswirkungen auf den Euro.

Die gemeldeten Inflationsdaten konnten diese Ängste nicht entkräften und schickten damit den Euro nach unten. Der Euro fiel rasch von über 1,3850 auf 1,3810 Dollar, konnte diese Marke aber erfolgreich verteidigen. "1,3810 Dollar war eine wichtige charttechnische Marke, die hat aber gehalten. Im Bereich von 1,3810 bis 1,3820 waren wieder viele Order und eine gute Nachfrage nach Euro im Markt", so der Händler.

Bis Ende der Woche könnte sich der Euro damit wieder in Richtung 1,3900 Dollar bewegen, so seine Einschätzung. Wichtige Impulse für den Devisenhandel werden noch von den am Mittwoch anstehenden Inflationsdaten für die Eurozone und vom US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erwartet. Von den am Dienstag noch angesetzten Daten zum US-Verbrauchervertrauen werden hingegen am Markt keine größeren Überraschungen erwartet.

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