Rompuy / EU

Weitere Hilfsgelder

Eurogruppe zufrieden mit Griechenland

Portugal beantragt bei Eurogruppe Aufschub für Kreditrückzahlung.

Die Eurogruppe zeigt sich zufrieden mit den Fortschritten im weiterhin schwer verschuldeten Griechenland. Vor allem die Einkommenssteuerreform sei auf Schiene. Die "Meilensteine" für den Jänner, die zwischen der Troika und Griechenland vereinbart wurden, seien erreicht worden. Die Eurogruppe zeigte sich zuversichtlich, dass die nächste Hilfstranche von zwei Milliarden Euro unter dem Rettungsprogramm für Athen demnächst formell vom EFSF-Gremium entschieden werde. Außerdem erinnerte die Währungsunion daran, dass ein weiterer Betrag zur Bankenrekapitalisierung von 7,2 Mrd. Euro an Griechenland ausbezahlt werde, ebenfalls nach Entscheidung des EFSF.

Der EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy beglückwünschte den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem zu seiner Wahl als neuen Chef der Eurogruppe. Er wünsche ihm viel Erfolg. Außerdem betonte Rompuy, dass der Vorgänger Dijsselbloems, Jean-Claude Juncker, die Eurogruppe in schwierigen Zeiten erfolgreich geleitet habe, "und das sogar mit einem Lächeln und Humor".

Portugal beantragt Aufschub für Kreditrückzahlung
Portugal hat einen Aufschub bei der Rückzahlung der EU-Hilfskredite beantragt. Dank des Hilfsprogramms von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) könne sein Land wieder Staatsanleihen auf den Finanzmärkten platzieren, sagte Portugals Finanzminister Vitor Gaspar nach Angaben portugiesischer Medien am Montagabend nach dem Treffen der Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel. Erschwert werde dies allerdings dadurch, dass in den kommenden drei Jahren besonders viele Kredite Portugals fällig würden.

 "Es ist daher wichtig für uns, dass wir auf die Unterstützung unserer europäischer Partner zählen können, um die Fälligkeiten in dieser Zeit abzuschwächen und aufzuschieben", wurde Gaspard zitiert. Portugal hatte im Mai 2011 von EU und IWF einen Hilfskredit in Höhe von 78 Mrd. Euro erhalten. Im Gegenzug verpflichtete sich das Land zu einem strikten Sparkurs und Reformen zur Sanierung seines Staatshaushalts und zur Ankurbelung der Wirtschaft. Portugals Regierungschef Pedro Passos Coelho erklärte am Freitag, sein Land sei dabei, seine finanzielle Notlage zu überwinden.