EVN verdiente 2012/13 wie erwartet weniger

Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im Geschäftsjahr 2012/13 wie erwartet weniger verdient. Der Nettogewinn sank um 41,2 Prozent auf 114,7 Mio. Euro, der Rückgang war lange avisiert und lag im Rahmen der Analystenprognosen. Belastet haben Sonderfaktoren wie EconGas, Devoll oder der Verbund-Aktienkursrückgang. Operativ verdiente die EVN fast gleich gut wie davor.

Die Dividende soll für die abgelaufene Periode (per 30.9.) wie geplant unverändert bei 0,42 Euro je Aktie gehalten werden, obwohl sich der Nettogewinn je Aktie von 1,09 auf 0,64 Euro verringerte, geht aus dem Geschäftsbericht hervor.

Das EBITDA ging nur um 3,6 Prozent auf 457,6 Mio. Euro zurück, und das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich lediglich um 2,1 Prozent auf 218,5 Mio. Euro, teilte die EVN mit.

Stark belastet war das Konzern-Nettoergebnis durch das Finanzergebnis, das von positiven 74,6 Mio. Euro auf -38,1 Mio. Euro ins Minus drehte. Dabei resultierten allein 19,7 Mio. Euro negativer Ergebnisbeitrag aus dem EconGas-Liefervertrag mit einer ungünstigen Spanne zwischen Gasbezugs- und Verkaufspreisen und 29,6 Mio. Euro aus der niedrigeren Marktbewertung der Verbund-Aktien im Vergleich zum höheren Anschaffungspreis von 2010. Weitere 27,6 Mio. Euro "kostete" im Finanzergebnis der Verkauf des Hälfteanteils des albanischen Devoll-Wasserkraftwerks an Statkraft, und die Shkodra-Gesellschaft mit dem Wasserkraft Ashta, auch in Albanien, schlug mit 20,4 Mio. Euro negativ zu Buche.

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