Faymann schließt Geschenke an Griechenland aus
Kanzler Faymann hat Geldgeschenke an das vor einem harten Sanierungskurs stehende Eurozonen-Mitglied Griechenland neuerlich ausgeschlossen. Solidarität innerhalb der Eurozone bedeute nicht, dass ein Land einem anderem Land Geld schenkt.
Außerdem habe die griechische Regierung die EU-Partner nicht um finanzielle Unterstützung ersucht. Gleichzeitig forderte Faymann die anderen EU-Staaten auf, der sozialdemokratischen Regierung in Athen keine Vorgaben zu machen, wo sie den Sparstift ansetzen soll.
Entsprechende Zurufe würde er sich auch in Österreich verbieten, betonte Faymann: "Wir wissen selbst, wo wir sparen sollen." Gleichzeitig signalisierte der Kanzler seine Zustimmung, sollte die EU-Kommission angesichts der jahrelang geübten Bilanztricks, mit denen die griechische Vorgängerregierung ihre dramatische Haushaltslage verschleiert hatte, Vorschläge für eine Verschärfung der Transparenzbestimmungen erstellen.
Über konkrete Maßnahmen, mit denen der IWF oder die EU Griechenland im Fall des Falles unterstützen könnten, machte Faymann nach der Regierungssitzung keine Angaben. Dafür sei es zu früh. "Bevor nicht die Griechen selbst ihre Hausaufgaben beschlossen und begonnen haben, hat niemand etwas zu beraten, das einen Sinn hätte", sagte der Bundeskanzler mit Blick auf das von Griechenland erwartete Sparprogramm.
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