Finanz- und Eurokrise entzaubert Investmentbanker der Deutschen Bank

Der traditionelle Gewinnmotor der Deutschen Bank stottert. Weil die Finanz- und Eurokrise die Investoren rund um den Globus verunsichert, brach der Vorsteuergewinn im Investmentbanking im 2. Quartal um über 60% auf 357 Mio. Euro ein. Ausgerechnet der neue Vorstandschef Anshu Jain, der die Sparte jahrelang selbst leitete, räumte ein, dass das Privatkundengeschäft zuletzt mehr abwarf als das einst so lukrative Kapitalmarktgeschäft. Eine schnelle Erholung erwartet er nicht.

Dass die Quartalszahlen enttäuschend ausfallen würden, hatte die Deutsche Bank schon vor einer Woche eingeräumt. Der Konzerngewinn vor Steuern halbierte sich beinahe auf 960 Mio. Euro, netto blieben nur noch rund 660 Mio. Euro übrig. Börsianer zeigten sich zunächst gelassen: Die Aktie notierte vorbörslich sogar leicht im Plus.

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