Erste-Chef Treichl vorsichtig optimistisch

Bittere Talfahrt

Aktien der Erste Bank rutschen rapide ab

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Die Papiere der Ersten sind um 8,5% gefallen. Hintergrund: Die Bank hat einen spanischen Großaktionär, und in Spanien musste gerade erst eine Bank gerettet werden.

Europaweit haben die Banken-Aktien am Dienstag im Vormittagshandel mit massiven Kursverlusten tendiert. Der Branchenindex Euro Stoxx Banks verlor um 5 % an Wert. Experten begründeten die Abschläge mit einer verstärkten Verunsicherung, nachdem die Spanische Zentralbank die angeschlagene Sparkasse CajaSur übernommen hatte. Die Meldungen schürte an den Märkten neue Ängste vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise.

Die Erste Group-Titel rutschten am Dienstagvormittag an der Wiener Börse um mehr als 8 % auf 28,24 Euro ab. Der heimische Leitindex ATX sackte im Vergleich um 4,6 % auf 2.287,36 Einheiten ab. Raiffeisen International ermäßigten sich bis 11.55 Uhr um 6 % auf 32,30 Euro. "In Wien könnte man die überdurchschnittlichen Kursabschläge der Erste-Aktie in dem Kontext sehen, dass bei der Erste ein spanisches Finanzhaus Großaktionär ist", sagte ein Aktienhändler.

"Heute stehen die spanischen Banken auf der Agenda weit oben und dies drückt auch den Erste-Kurs verstärkt. Eine verschärfte Bankenkrise in Spanien könnte die Erste Bank ebenfalls treffen", sagte der Marktteilnehmer. Die spanische Großsparkasse La Caixa ist mit rund 10 % der zweitgrößte Erste-Aktionär. Hauptaktionärin ist die Erste-Stiftung mit rund 26 %.

Auch ein Analyst sieht bei den Kursverlusten der Erste Group "natürlich einen Zusammenhang, dass die Erste einen spanischen Großaktionär hat. Jedoch stehen die Banken europaweit unter Druck". Die Nachrichtenlage zu den spanischen Banken verlief zuletzt eher positiv und nun gab es negative Neuigkeiten, sagte er weiter.

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