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Wiener Börse

ATX schließt etwas höher

Das Geschehen wurde großteils von Unternehmenszahlen bestimmt.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 11,87 Punkte oder 0,53 Prozent auf 2.241,68 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.245 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,28 Prozent, DAX/Frankfurt -0,76 Prozent, FTSE/London -0,48 Prozent und CAC-40/Paris +0,72 Prozent.

In einem uneinheitlichen europäischen Umfeld ging der ATX mit klar höheren Notierungen aus dem Handel. Das Geschehen am heimische Aktienmarkt wurde großteils von Unternehmenszahlen bestimmt.

Gut gesucht zeigten sich nach Vorlage von Halbjahresergebnissen Wienerberger, die Papiere zogen 5,59 Prozent auf 9,55 Euro an und schlossen damit an der Spitze der Kursliste. Händler bewerteten die Zahlen als sehr gut. Der Ziegelkonzern schrieb nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum nun wieder schwarze Zahlen. Das Ergebnis belief sich auf 37,5 Mio. Euro. Im Vorfeld hatten Analysten lediglich mit einer Eindämmung des Nettoverlusts gerechnet.

Telekom Austria konnten ebenfalls Kursgewinne verbuchen. Die Titel verteuerten sich um 2,02 Prozent auf 7,59 Euro. Im ersten Halbjahr brach das Betriebsergebnis (Ebit) des Unternehmens um 85,8 Prozent ein, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 2,227 Mrd. Euro zurück. Marktteilnehmern zufolge fiel das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen aus. Mit dem starken Ebit-Rückgang hatten Analysten bereits im Vorfeld kalkuliert.

Zudem legten conwert und Mayr-Melnhof Ergebnisse für das erste Halbjahr 2011 vor. Diese fielen wenig überraschend aus, hieß es am Markt. conwert-Aktien legten bis Handelsschluss deutlich um 4,49 Prozent auf 9,97 Euro zu, Mayr-Melnhof präsentierten sich indessen um 0,75 Prozent schwächer bei 68,73 Euro.

Am morgigen Donnerstag wird unter anderem der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) Halbjahresergebnisse vorlegen. Im Vorfeld dazu haben die Wertpapierspezialisten der Erste Group ihr Kursziel für die Titel von 71,4 auf 58,1 Euro nach unten revidiert. Das Anlagevotum "Hold" blieb indessen unverändert. SBO tendierten um 0,76 Prozent tiefer bei 56,40 Euro.

Eine Neueinschätzung der UniCredit-Experten gab es zu RHI. Die Analysten haben das Kursziel für die Titel des Feuerfestkonzerns von 27 auf 25 Euro reduziert. Die Kaufempfehlung bleibt hingegen unverändert. RHI schlossen mit 0,68 Prozent im Plus bei 16,25 Euro.

Nach dem gestrigen Kursprung bei Intercell um fast 20 Prozent korrigierten die Titel am Mittwoch wieder nach unten. Die Papiere des Impfstoffherstellers sackten 17,50 Prozent auf 2,48 Euro ab.