Bankenaktien drücken ATX klar ins Minus

Wiener Börse

Bankenaktien drücken ATX klar ins Minus

Nach einer höheren Eröffnung drehte der ATX rasch ins Minus.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um starke 47,18 Punkte oder 2,43 Prozent auf 1.891,18 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 52 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.943 Punkten.

Die massiven Kursverluste der Finanzwerte drückten die Indizes am Berichtstag europaweit in den Minusbereich. Nach einem sehr schwachen Börsenjahr 2011 mit einem ATX-Jahresverlust in der Höhe von 35 Prozent, ging es in der ersten Handelswoche 2012 nicht merklich nach oben und der heimische Leitindex schloss etwa auf seinem Jahresultimostand von 2011. Am morgigen Freitag wird in Wien feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Abgeschlagen am unteren Ende der Kursliste schlossen die heimischen schwergewichteten Bankenpapiere. Erste Group-Titel verabschiedeten sich mit einem satten Minus von 9,03 Prozent auf 12,44 Euro aus der Börsensitzung. Den Raiffeisen-Papieren erging es mit einem Kursabschlag von beachtlichen 6,25 Prozent auf 18,90 Euro nicht viel besser.

Fundamentale Unternehmensnachrichten lagen erneut keine vor. Unter den weiteren Schwergewichten gaben voestalpine deutlich um 2,85 Prozent auf 23,05 Euro nach. Vienna Insurance ermäßigten sich um 4,02 Prozent auf 30,24 Euro. Die Aktie des Ziegelherstellers Wienerberger rasselte um 4,74 Prozent auf 7,15 Euro ins Minus.

Immofinanz verbuchten ein vergleichsweise moderates Minus von 0,17 Prozent auf 2,30 Euro. Die Analysten von Morgan Stanley revidierten für das Immobilienunternehmen ihr Kursziel von 2,50 auf 2,30 nach unten. Das Anlagevotum "Equalweight" wurde unverändert belassen.

OMV-Papiere gingen mit minus 0,81 Prozent auf 23,94 Euro aus dem Börsentag. Telekom Austria schlossen mit einem Kursrückgang von 0,47 Prozent auf 8,98 Euro. Andritz konnten ein Plus von 0,53 Prozent auf 66,93 Euro einstreifen.