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Schlechte Stimmung

Börse Tokio schließt mit Abschlägen

Die Stimmung unter japanischen Großunternehmen ist schlecht.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag den Handel mit schwächeren Notierungen beendet. Der Nikkei-225 Index fiel 73,93 Punkte oder 0,72 Prozent auf 10.211,95 Zähler. Der Topix Index schloss mit 888,22 Einheiten und einem Abschlag von 3,38 Punkten oder 0,38 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 2.536,03 (Vortag: 1.480,76) Mio. Aktien. 653 Kursgewinnern standen 849 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 162 Titel.

Belastet von Gewinnmitnahmen ist der Nikkei-225 am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Im späten Handel hätten viele Anleger Kasse gemacht, so Börsianer. Kurzfristige technische Indikatoren hätten darauf hingedeutet, dass der Markt überhitzt sei.

Miese Konjunkturdaten
Auch aus Konjunkturdatensicht gab es in Japan wenig zu jubeln. Die Stimmung unter japanischen Großunternehmen ist so schlecht wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Nach einer Umfrage des Finanzministeriums und des Kabinettbüros sank der dabei ermittelte Vertrauensindex für das Schlussquartal 2010 erstmals seit drei Quartalen in den negativen Bereich - von plus 7,1 auf minus 5,0.

Neben dem starken Yen hat den Managern auch die schwächere Binnennachfrage nach Auslaufen staatlicher Kaufanreize die Laune verdorben. Besonders schlecht gestimmt sind Japans große Autobauer, die darunter leiden, dass die Inlandsnachfrage nachlässt.

Vor allem Analystenkommentare sorgten am Freitag für marktbewegende Impulse. Dai-ichi Life Insurance, Japans zweitgrößter Lebensversicherer, wurde in einer Erstbewertung von der Deutschen Bank mit "buy" in die Empfehlungsliste aufgenommen. Die Aktien des Unternehmens gingen mit einem Plus von 2,14 Prozent bei 133.500 Yen aus dem Handel.

Ebenfalls in die Empfehlungsliste der Deutschen Bank aufgenommen, wurden Papiere von Sony Financial Holding. Der Versicherungs- und Bankenarm der Sony Corp. wurde in einer Erstbewertung mit "buy" eingestuft. Aktien von Sony Financial Holdings notierten zu Börsenschluss mit einem Plus von 3,73 Prozent bei 308.500 Yen.

Auch Titel des Herstellers von Kameras und Linsen, Nikon, wurden von Analysten bewegt. Goldman Sachs stufte das Papiere des Unternehmens von "neutral" auf "sell" ab. Zudem habe die US-Investmentbank die Papiere auf ihre "Conviction Sell List" gesetzt. Nikon schlossen mit einem Minus von 3,11 Prozent bei 1.620 Yen.

Titel von Komatsu notierten zu Handelsschluss mit einem Minus von 2,18 Prozent bei 2.427 Yen. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Konstruktionsequipment habe laut CNBC die Geschäfte mit dem Iran abgebrochen. CNBC spricht von Druck seitens diverser Gruppen.

Wertpapiere von Nippon Steel gingen mit einem Plus von 1,74 Prozent bei 293 Yen aus dem Handel. Japans größtes Stahlunternehmen habe einen Auftrag von über 20.000 Tonnen von Gazprom an Land gezogen.

Zu den größten Verlierern zählten Autobauer. Honda Motors verloren 1,41 Prozent auf 3.140 Yen, Mitsubishi Motors schwächten sich um 0,85 Prozent auf 116 Yen ab und Mazda Motors verbilligten sich um 1,21 Prozent auf 244 Yen.