Tokio schließt leichter

Nikkei leicht im Plus

Börse Tokio schließt ohne klare Richtung

Japans Wirtschaft schrumpft nicht ganz so stark wie zuvor gemeldet.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. Wie schon am Vortag kämpfte sich der Nikkei-225 Index nach einem schwachen Start ins Plus und stieg 17,69 Punkte oder 0,19 Prozent auf 9.467,15 Zähler. Der Topix Index schloss indessen bei 812,95 Einheiten mit einem Abschlag von 1,50 Punkten oder 0,18 Prozent.

   Der Umsatz belief sich auf rund 1.102,00 (Vortag: 1.029,90) Mio. Aktien. 647 Kursgewinnern standen 805 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 185 Titel. Laut Börsianern kompensierten insbesondere bei den ausländischen Anlegern die günstigen Bewertungen einmal mehr die wachsenden Sorgen über die US-Wirtschaft. Die Vorgaben von der Wall Street fielen indes negativ aus. Der Leitindex Dow Jones schloss das sechste Mal in Folge mit tieferen Notierungen.

   Leicht positive Nachrichten gab es allerdings von der japanischen Konjunktur. Die verheerende Erdbebenkatastrophe Wirtschaft im ersten Quartal zwar schwer getroffen, aber nicht ganz so stark wie zunächst von der Regierung geschätzt. Laut einer zweiten Berechnung ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet zwischen Jänner und März um revidiert 3,5 Prozent (zuvor 3,7 Prozent) zurückgegangen.

   Die Aktien des Atomkraftwerkbetreibers Tokyo Electric Power (Tepco) setzten mit einem Kursrutsch von 4,00 Prozent auf 192 Yen ihre Talfahrt fort und markierten damit ein neues Rekordtief. Als Grund sahen Händler zunehmende Befürchtungen, dass die Regierungspläne, mit Steuergeldern die Opfer der Atomkatastrophe in Fukushima zu entschädigen, trotz des nicht angenommenen Rücktrittsangebots von Ministerpräsident Naoto Kan scheitern könnten.

   Für die Anteilsscheine von Nintendo ging es nach einer Abstufung durch die Schweizer Großbank UBS um weitere 4,71 Prozent auf 16.170 Yen bergab. Die Analysten hatten ihre Anlageempfehlung von "buy" auf "neutral" abgestuft. Zudem bekräftigten die Experten der Citigroup ihre Verkaufsempfehlung "sell". Gut gesucht waren hingegen die Aktien von Hitachi High-Technologies, die um 1,98 Prozent auf 1.747 Yen zulegten. Das Unternehmen prognostiziert für das laufende Jahr einen Nettogewinn von 18 Mrd. Yen. Im Vorjahr waren es 17,8 Mrd. Yen.