Börse Wien legte 2010 um 17% zu

Zuwachs

Börse Wien legte 2010 um 17% zu

Verantwortlich ist die Erholung der Wirtschaft sowie starke Industrietitel.

Das Jahr 2010 war ein Rekordjahr für die Wiener Börse, mit einem Kursplus von rund 17% beim Leitindex ATX. Damit wurde etwa der deutsche Leitindex DAX (16-%-Plus) übertroffen. Zunächst hatte es gar nicht gut ausgesehen, denn der ATX, der am 4. Jänner 2010 mit 2.509,27 Punkten startete, pendelte lange unentschlossen, im Sommer ging es durch die Schuldenkrise zweimal bis in die Gegend von 2.200 hinunter. Doch dann wendete sich das Blatt, seit September geht es fast ununterbrochen aufwärts, zuletzt über 2.920 Punkte. "Ich bin mit dem Börsenjahr 2010 sehr zufrieden“, sagt Börsenvorstand Heinrich Schaller. "Die gelisteten Unternehmen sind nach dem Krisenjahr 2009 wieder auf Wachstumspfad, was sich auch in der Entwicklung unseres Leitindexes ATX widerspiegelt.“

Starke Industrie-Titel
Das Ranking der stärksten Aktien im ATX zeigt: Es sind nicht Finanztitel oder Versorger, sondern die großen Kaliber der Industrie, die Wiens Börse zu ihren Kurssprüngen verholfen haben (siehe rechts). Darin zeigt sich die Erholung nach der Wirtschaftskrise. So legte der Ölfeld-Ausrüster Schoeller-Bleckmann heuer um fast 90 Prozent zu, Feuerfest-Gigant RHI um 81 Prozent. Ein Minus haben auf Jahressicht nur wenige ATX-Titel aufzuweisen.

Guter Ausblick
Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten wird auch 2011 anhalten, meinen die Analysten der Raiffeisen Bank International (RBI), wobei die stärkste Performance im ersten Halbjahr zu sehen sein dürfte. Die wichtigsten Themen werden die Entwicklung der Konjunktur und die Schuldenkrise der öffentlichen Haushalte sein, heißt es.