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US-Börsen

Dow Jones schließt auf Rekordhoch

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Dow Jones stieg 45,47 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 16.580,84 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörsen haben den Handel am Mittwoch einheitlich im grünen Bereich beendet. In den Fokus rückten gemischt ausgefallene US-Wirtschaftsdaten sowie neue Unternehmensergebnisse. Die Ergebnisse der Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) brachten indessen kaum Impulse für die Märkte.

Der Dow Jones stieg bis Handelsschluss um 45,47 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 16.580,84 Zähler und erreichte damit ein neues Rekordhoch. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gewann 5,62 Punkte (plus 0,30 Prozent) auf 1.883,95 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 11,01 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 4.114,56 Zähler.

Wie erwartet hat die Fed heute bekannt gegeben, ihre monatlichen Anleihenkäufe um weitere 10 Mrd. Dollar auf nun 45 Mrd. Dollar zu drosseln. Ursprünglich waren es 85 Mrd. Dollar monatlich gewesen. Auch der Leitzins blieb erwartungsgemäß auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er seit Ende 2008. Der Leitzins werde auch nach Ende der Anleihekäufe noch eine bedeutende Zeit niedrig bleiben, erklärte die Fed laut dpa-AFX.

Daneben wurden zur Wochenmitte wichtige US-Konjunkturdaten veröffentlicht. Diese fielen durchwachsen aus. So hat sich das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal enttäuschend entwickelt. Das ungewöhnlich kalte Winterwetter hat die amerikanische Wirtschaft stark belastet. Die Wirtschaftsleistung lag in den ersten drei Monaten 2014 überraschend nur 0,1 Prozent höher als im Schlussquartal. Analysten hatten einen annualisierten Zuwachs des BIP um 1,2 Prozent (nicht annualisiert etwa 0,3 Prozent) erwartet.

Die Daten zur Beschäftigung im Privatsektor fielen indessen etwas erfreulicher aus. Zum Vormonat wurden laut dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) im April 220.000 neue Stellen und damit etwas mehr als erwartet geschaffen. Zudem hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago im April überraschend kräftig aufgehellt.

Unternehmensseitig richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Quartalszahlen der Internetkonzerne Ebay und Twitter vom Vorabend. Der Internet-Handelsspezialist Ebay wächst weiterhin kräftig dank seines Bezahldienstes PayPal: Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent. Weil das Unternehmen allerdings Milliardengewinne aus dem Ausland in die USA holte, fielen hohe Steuern an, was zu einem Quartalsverlust von 2,3 Mrd. Dollar führte. Die Aktie büßte bis Handelsschluss klare 4,97 Prozent auf 51,83 Dollar ein.

Enttäuscht zeigten sich die Investoren auch von den Twitter-Ergebnissen. Der Kurznachrichtendienst blieb trotz eines anhaltenden Nutzerstrome weiterhin unprofitabel und verbuchte im ersten Quartal 132 Mio. Dollar Verlust. Die Aktien sackten um 8,56 Prozent auf 38,97 Dollar ab.

Dagegen erhöhten sich Time Warner nach überzeugenden Zahlen um 2,66 Prozent auf 66,46 Dollar. Der erfolgreiche "Lego"-Film und Serien-Hits wie "True Detective" haben dem US-Medienkonzern im ersten Quartal die Kasse gefüllt. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Damit wurden die Markterwartungen übertroffen. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Jahresprognose angehoben.

Die Aktien des Energiekonzerns Pepco Holdings verbuchten bis Handelsschluss einen Kurssprung von 17,42 Prozent auf 26,76 Dollar. Grund ist die 6,8 Mrd. Dollar schwere Offerte des größten amerikanischen Atomkraftwerkbetreibers Exelon, dessen Aktien um 3,18 Prozent auf 35,03 Dollar fielen.

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