Euro im frühen Handel etwas erholt

Euro im frühen Handel etwas erholt

Der Euro hat sich am Freitag in der Früh im europäischen Devisenhandel fester gegenüber dem US-Dollar-Richtkurs der EZB vom Donnerstag und erholt gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York gezeigt. Gegenüber dem japanischen Yen tendierte der Euro deutlich höher, zu Schweizer Franken und britischem Pfund notierte er gut behauptet.

Für den Devisenhandel fehlen zum Wochenschluss die marktrelevanten Konjunkturdaten als Impulslieferanten. Experten rechnen daher mit einer weiteren Fokussierung der Investoren auf den Verlauf der Griechenland-Turbulenzen. In den vergangenen Tagen hatte die Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise den Euro stark belastet. In der Nacht zum Freitag konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung etwas erholen.

Um 9 Uhr hielt der US-Dollar gegen den Euro bei 1,3382 nach 1,3296 USD beim Richtkurs vom Donnerstag. In New York war der Euro gegen den US-Dollar zuletzt mit 1,3349 USD aus dem Handel gegangen.

Das britische Pfund notierte gegen den Euro um 9.00 Uhr mit 0,8751 gegenüber 0,8750 GBP zum Euro-Richtkurs am Donnerstag. Der Schweizer Franken hielt gegen den Euro bei 1,4336 (1,4324) CHF, der japanische Yen bei 125,33 (123,76) JPY gegen den Euro. Die tschechische Krone notierte in der Früh bei 25,186 (25,190) CZK je Euro.

Ein Euro ist ... (Veränderungen in Prozent)

Bulgarischer Lew 1,9559 + 0,01
Tschechische Krone 25,1820 - 0,10
Ungarischer Forint 267,3400 + 0,04
Polnischer Zloty 3,8372 - 0,05
Rumänischer Lei 4,1181 + 0,40
Kroatischer Kuna 7,2648 - 0,06
Ukrainischer Gwina 10,6015 + 0,70
Estnische Krone 15,6472 + 0,02
Russischer Rubel 39,2550 + 0,18
Singapur-Dollar 1,8662 + 0,23
Südkorea-Won 1493,2530 - 0,28
Taiwan-Dollar 42,2408 + 0,39
Hongkong-Dollar 10,3884 +0,47
Thailand-Baht 43,2200 + 0,21
Malaysia-Ringgit 4,2675 - 0,34
Indones. Rupie 12099,4400 + 0,00
Neuseel. Dollar 1,8884 - 0,13
Indische Rupie 59,3740 - 0,09
Philipp. Peso 59,9247 + 0,09
Austral. Dollar 1,4420 + 0,26
Chinesicher Yuan 9,1382 + 0,51

EZB und Griechenland – Leitzins unverändert bei 1%

[aus dem Morning Mail der Investkredit.] Nach der EZB Sitzung wurde bekanntgegeben, dass die EZB auch nach der Jahreswende Anleihen mit niedriger Bonität als Sicherheit akzeptieren wird. Sie würde also griechische Staatsanleihen auch dann annehmen, wenn die Ratingagenturen die Bonität Griechenlands (noch) schlechter bewerten würden. Dies ist ganz klar eine Reaktion auf die Griechenland-Krise. Die PIIGS Krise liefert auch ein Argument dafür, die Zinsen über den Jahreswechsel hinaus bei 1% zu belassen zumal auch die europäische Wirtschaft der US amerikanischen hinterherläuft.

EZB Präsident Trichet betonte auch, dass die geänderte Sicherheitenpolitik für alle Länder des Euroraums gilt. Uneinigkeit herrscht offenbar in der FED. Der Chef der Notenbank von Kansas City, Thomas Hoenig, befürchtet auf Grund der Niedrigzinspolitik neue Blasen an den Finanzmärkten und befürwortet deshalb eine Zinsanhebung in den USA. Das niedrige Zinsniveau fördere die finanzielle Risikobereitschaft.

Spekulationen über eine Aufwertung des chinesischen Yuan haben den JPY am Donnerstagmorgen Auftrieb gegeben. Der USD fiel bis auf 93,44 JPY und EUR/JPY auf bis zu 123,45. Ausgelöst wurden die Kursbewegungen offenbar durch einen Bericht der New York Times, China sei kurz davor eine Änderung seiner Währungspolitik anzukündigen.

Der Euro lag am Donnerstagnachmittag nach einem Test von 1,3280 USD wieder auf Niveaus von 1,3350. Auch gegen den JPY war die Gemeinschaftswährung wieder fester und notierte bei 124,50. USD/JPY lag weiterhin schwächer bei 93,10 und der CHF notierte gegen den Euro bei 1,4325.

Indikatoren des Tages: DE Handelsbilanz