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Euro-Vierjahrestief zieht Asiens Börsen runter

Die Investoren sorgen sich über die Schuldenkrise in Europa - auch in eigentlich stabilen Ländern. Das drückt die Märkte, bringt aber den Goldpreis weiter nach oben.

Die Sorgen über die Finanzstabilität in der Euro-Zone und das Vierjahrestief der europäischen Gemeinschaftswährung haben die Börsen in Fernost am Montag deutlich belastet. Anleger zogen ihr Geld aus den Aktienmärkten in die als weniger riskant geltenden Gold- und Anleihenmärkte ab.

Sogar Sorge um stabile Staaten

Anleger befürchteten vor allem, dass auch finanziell solide Staaten der Euro-Zone wie Frankreich oder Deutschland durch die von ihnen geleistete Milliarden-Hilfe etwa für Griechenland belastet würden. "Es gibt die Sorge, dass sie in etwas hineingezogen werden, dass unvermeidlich Auswirkungen auf europäische Aktien und schließlich die weltweite Wirtschaft haben wird", sagte ein Aktienstratege.

Durch die Bank Verluste

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,2 % tiefer bei 10.235 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit zehn Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,7 % auf 920 Zähler. Der Markt in Hongkong tendierte 2,5 % schwächer, die Börse in Shanghai büßte 3,8 % ein. Auch die Märkte in Singapur, Südkorea und Taiwan verzeichneten kräftige Verluste. Der Euro fiel in Fernost zwischenzeitlich auf 1,2234 Dollar, den tiefsten Stand seit April 2006.

An der japanischen Börse belastete die Euro-Schwäche vor allem exportorientierte Unternehmen wie den weltgrößten Kamera-Hersteller Canon, dessen Aktie um 1,7 % tiefer schloss. Gegen den Trend um 0,6 % zulegen konnte Japans zweitgrößte Bank Mizuho Financial wegen eines positiven Ausblicks.

Der Dow-Jones-Index hatte die vergangene Handelswoche um 1,5 % leichter bei 10.620 Zählern beendet. Der breiter gefasste S&P-500-Index hatte 1,9 % auf 1.135 Stellen verloren. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hatte knapp 2 % eigebüßt und notierte bei 2.346 Punkten. Auf Wochensicht gewannen aber alle drei Indizes mindestens 2,2 %.