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Europas Börsen am Vormittag uneinheitlich

Die Griechenland-Problematik belastete die europäische Gemeinschaftswährung erneut, da die Ratingagenturen S&P und Moody's erwägen, die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes zu senken.

Nach Branchen zeigte sich im Euro-Stoxx-600 folgendes Bild: Die Chemiewerte legten im Schnitt um 0,79 % zu, die Telekom- und die Bankenaktien waren ebenfalls gefragt. Nach unten ging es hingegen für die Titel von Rohstoffherstellern und von Nahrungsmittel- und Getränkeproduzenten.

Marktteilnehmer hatten eine ganze Flut von Zahlen zu verarbeiten: Während France Telecom und der niederländische Versicherer Aegon nach ihren Berichten um knapp 2 und 3 % stiegen, wurden die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen der Credit Agricole mit einem Kursverlust von 0,38 % auf 10,480 Euro quittiert.

Telecom Italia fielen am Ende des europäischen Leitindex um 2,57 % auf 1,062 Euro. Der italienische Telekomkonzern hatte wegen einer Untersuchung zu möglicher Geldwäsche seine Zahlenvorlage verschoben. Den positiven Ausreißer bildeten im britischen "Footsie" die Aktien der Royal Bank of Scotland (RBS), die sich um 6,2 % auf 38,37 Pence verteuerten. Der Verlust fiel weniger dramatisch als befürchtet aus.

Positiv überraschte Europas größter Versicherer Allianz mit seinen Zahlen für 2009. Nach dem Verkauf der Dresdner Bank erzielte der Konzern im vergangenen Jahr wieder einen Milliardengewinn. Im laufenden Jahr will der Vorstand zumindest im operativen Geschäft an das Vorjahr anschließen. Eine genaue Prognose gab es wegen des unsicheren Marktumfelds aber nicht. Die Aktie gewann 1,25 % auf 83,11 Euro.

BASF überzeugte ebenfalls mit seinen Zahlen im Schlussviertel 2009. Die Geschäfte in Asien und Südamerika waren besser als erwartet gelaufen und der Sparkurs war erfolgreich, so dass der weltgrößte Chemiekonzern bei fast allen Kennziffern die Schätzungen der Analysten übertraf. Das operative Ergebnis verdreifachte sich beinahe und BASF erwartet auch für das laufende Jahr einen "signifikanten Anstieg der Gewinne". BASF legten um 4,66 % auf 42,55 Euro zu.