Europas Börsen mehrheitlich mit Verlusten

Zu Handelsschluss

Europas Börsen mehrheitlich mit Verlusten

Euro-Stoxx verlor 40,02 Einheiten oder 1,67 Prozent auf 2.349,89 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen schlossen am Mittwoch mehrheitlich mit Abschlägen. Der Euro-Stoxx-50 schwächte sich um 40,02 Einheiten oder 1,67 Prozent auf 2.349,89 Zähler ab. Die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone wären wieder ins Blickfeld gerückt, hieß es aus dem Handel.

Bankenwerte zeigten sich besonders hart getroffen. Ans untere Ende des Euro-Stoxx-50 rutschten UniCredit. Die Aktie rasselte über 14 Prozent auf 5,42 Euro nach unten. Die italienische Großbank hat bei der am Montag startenden Kapitalerhöhung über 7,5 Mrd. Euro eine bittere Pille schlucken müssen. Die neuen Aktien werden noch billiger angeboten als ohnehin befürchtet. Italiens größte Bank muss ihre Aktionäre mit massiven Rabatten locken, Investoren können die neuen Aktien der Mutter von HypoVereinsbank und Bank Austria mit einem Abschlag von mehr als zwei Drittel zum Börsenkurs vom Dienstag kaufen. Im Markt war von einem "Verramschen" die Rede.

Vor diesem Hintergrund geriet der Bankensektor deutlich unter Druck. Intesa SanPaolo sackten 3,82 Prozent auf 1,28 ab und Banco Santander verringerten sich um 3,85 Prozent auf 5,79 Euro. Unter den besseren Werten zeigten sich in einem Branchenvergleich des Euro-Stoxx-50 Öl- und Automobiltitel. BMW konnten 1,05 Prozent dazugewinnen und schlossen bei 55,87 Euro. Volkswagen schlossen um geringfügige 0,08 Prozent höher bei 122,95 Euro. Repsol verabschiedeten sich mit einem Aufschlag von 0,56 Prozent auf 24,10 Euro und Eni gingen kaum verändert um 0,3 Prozent tiefer bei 16,44 Euro aus dem Handel. An der Londoner Börse zählten BP mit einem Aufschlag von 0,51 Prozent auf 473,45 Pence zu den größten Gewinnern.

Air France notierten in Paris mit einem Minus von 2,67 Prozent auf 4,011 Euro. Die Experten von Barclays hatten das Kursziel gesenkt. Ihre Empfehlung "Equalweight" haben sie unterdessen bestätigt. Die Analysten rechnen der jüngsten Studie zufolge mit einem rückläufigen operativen Gewinn im ersten Halbjahr 2012, trotz erwarteten leichten Anstiegs des Passagieraufkommens im Gesamtjahr. Die Barclays-Analysten betrachten europäische Fluggesellschaften im Moment mit etwas Vorsicht. So wurde auch das Kursziel der Aktien der Lufthansa nach unten korrigiert. Die Papiere schlossen 2,30 Prozent leichter bei 9,44 Euro.