Nach Graf Ali-Farce

Macht U-Ausschuss überhaupt noch Sinn?

von
Alfons Mensdorff-Pouilly
© TZ ÖSTERREICH/Juvan
Mensdorff-Pouilly hält mit 43 Entschlagungen den Rekord - ähnlich gehts weiter.
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„Nein“, sagte VP-Frauen-Chefin Dorothea Schittenhelm im ORF-Report: „Ich würde den U-Ausschuss schließen. Die Staatsanwaltschaft soll prüfen und die Gerichte wenn nötig verurteilen.“ Der Vorstoß ist wohl eher mit dem Umstand erklärbar, dass die Enthüllungen für die ÖVP immer peinlicher werden. In einem ÖSTERREICH-Rundruf traut sich aber (noch) kein anderer ÖVP­ler, das Ausschuss-Aus zu fordern. So gibt ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll zwar zu: „Ich war immer skeptisch, was Parallelermittlungen betrifft. Der U-Ausschuss wird zum Tribunal.“ Abdrehen will er ihn aber nicht: „Man kann den Ausschuss aus Gründen der Optik nicht beenden, man sollte die Ermittlungen aber rasch abschließen.“ Auch Klubchef Karlheinz Kopf ist gegen ein sofortiges Aus: „Die ÖVP fühlt sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass gleichzeitige Ermittlungen von Justiz und Parlament nicht zielführend sind, aber ein vorzeitiges Beenden des Ausschusses kommt nicht infrage.“ Auch Ex-ÖVP-Chef Erhard Busek denkt so. „Der Vorstoß Schittenhelms ist ein verheerendes Signal, jeder glaubt, die ÖVP hat etwas zu verbergen. Die Sinnfrage hätte sich von selbst gestellt – aber jetzt ist es noch viel zu früh.“ Das sehen auch SPÖ, FPÖ, Grüne und das BZÖ so und wollen weiter machen. Ex-SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky wieder empfiehlt den Parlamentariern, das nächste Mal vor Einsetzung des Ausschusses nachzudenken: „Der Zug ist bereits abgefahren: Dass sich Beschuldigte entschlagen werden, hätte man vorher wissen müssen."

"Graf Ali" vor dem U-Ausschuss


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Neue Vorwürfe gegen Mensdorff-Pouilly

Mensdorff-Pouilly muss zu seinen Jagden Auskunft gebenDer "Waffen-Graf" macht allerdings von seinem Entschlagungsrecht Gebrauch und verweigert die Antworten auf die meisten Fragen.

© APA, Alfons Mensdorff-Pouilly

Neue Vorwürfe gegen Mensdorff-Pouilly

Mensdorff-Pouilly muss zu seinen Jagden Auskunft gebenDer "Waffen-Graf" macht allerdings von seinem Entschlagungsrecht Gebrauch und verweigert die Antworten auf die meisten Fragen.

© Reuters, Alfons Mensdorff-Pouilly

Neue Vorwürfe gegen Mensdorff-Pouilly

Mensdorff-Pouilly muss zu seinen Jagden Auskunft gebenDer "Waffen-Graf" macht allerdings von seinem Entschlagungsrecht Gebrauch und verweigert die Antworten auf die meisten Fragen.

© APA, Alfons Mensdorff-Pouilly erscheint vor dem U-Ausschuss

ÖIAG-Chef Beyrer im U-Ausschuss


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U-Ausschuss: Moser gibt jetzt nach

Promi-Auflauf im U-AusschussDen Auftakt macht ÖIAG-Chef Beyrer, der zu seiner Rolle im Korruptionssumpf bei der Telekom Austria aussagen muss

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U-Ausschuss: Moser gibt jetzt nach

Promi-Auflauf im U-AusschussBeyrer war in seiner Zeit als Generalsekretär der Industriellenvereinigung auf Jagd in Schottland - geladen hatte der ÖVP-nahe Lobbyist Mensdorff-Pouilly, gezahlt hatte die Telekom.

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U-Ausschuss: Moser gibt jetzt nach

Promi-Auflauf im U-AusschussNach Beyrer muss Mensdorff-Pouilly in den Zeugenstand, den Kritiker als Schaltstelle zwischen der Telekom und der ÖVP sehen.

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Promi-Auflauf im U-Ausschuss


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Anklage 
gegen 
Graf Ali

Erika Daniel, Ex-Frau von Gernot RumpoldWird am Donnerstag Nachmittag erwartet: Erika Rumpold...

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Gernot Rumpold

Gernot Rumpold...ihr Ex-Mann G. Rumpold ist vor ihr dran: Bei den beiden geht es etwa um eine im Ausschuss aufgetauchte Aktennotiz des Finanzamtes Wien 1/23, die nahe legt, dass die Telekom über eine Rumpold-Firma den EU-Wahlkampf der FPÖ im Jahr 2004 gesponsert haben könnte

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Anklage 
gegen 
Graf Ali

Markus BeyrerDen Auftakt macht Mittwochfrüh Beyrer, der als Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom Austria für die Aufklärung der Parteienfinanzierungs- und Korruptionsaffäre im teilstaatlichen Konzern zuständig ist. In die Kritik geriet der jetzige ÖIAG-Chef zuletzt, weil er in seiner Zeit als Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) auf Einladung der Telekom bzw. von Mensdorff-Pouilly an Jagdausflügen teilgenommen hatte.

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