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Europas Börsen schließen mehrheitlich fester

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mehrheitlich mit Gewinnen geschlossen. Nach einer Berg- und Talfahrt im Verlauf, wurden die europäischen Aktienbörsen am späten Nachmittag durch die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem US-Kongress nach oben getrieben.

US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat für einen langen Zeitraum sehr niedrige Leitzinsen signalisiert. Der schwache Arbeitsmarkt und die niedrige Inflation erforderten sehr niedrige Zinsen, sagte Bernanke am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses. Trotz jüngster Anzeichen für eine Konjunkturerholung zeichnete er ein eher düsteres Bild der US-Wirtschaft.

Schlechter als erwartete US-Häuserdaten belasteten hingegen. Die Zahl der verkauften Eigenheime gab im Jänner überraschend um 11,2 % gegenüber dem Vormonat nach. Das ist der stärkste Rückgang seit Jänner 2009. Im Jahresvergleich gingen die Verkäufe um 6,1 % zurück.

Der französische Energiekonzern GdF Suez (+0,07 % auf 27,47 Euro) will Presseberichten zufolge im Rhonetal einen neuen Atomreaktor der dritten Generation bauen. Demnach geht es um eine neue Generation mittelgroßer Reaktoren, die derzeit vom französischen Atomkonzern Areva gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries entwickelt wird.

Im Finanzsektor fiel die Entwicklung durchwachsen aus. Während Titel der ING sich mit Gewinnen von 2,42 % auf 6,76 Euro an die EuroStoxx-Spitze setzten und Societe Generale dahinter 1,73 % auf 40,24 Euro gewannen, gehörten Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) und Banco Santander zu den Schlusslichtern im Leitindex.

Bauwerte wie Lafarge, Saint Gobain und Sacyr Vallehermoso fanden sich ebenfalls unter den großen Verlierern wieder. Zum Teil waren negative Analystenkommentare für die Verluste mit verantwortlich. So hatten etwa die Experten von Merrill Lynch Lafarge abgestuft.

Aktien des französischen Hotelbetreibers Accor gewannen nach Zahlen 1,74 % auf 37,1 Euro. Das Unternehmen blickt nach einem Verlust 2009 mit gebremster Zuversicht auf das laufende Jahr. Die Belegungsraten in den Hotels hätten sich im Jänner zumindest weiter stabilisiert, teilte der Konzern mit.

Die Anteilsscheine von Iberdrola schlossen nach Zahlen prozentual unverändert bei 5,9 Euro. Der spanische Versorger hatte im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise seinen Gewinn gesteigert. Beim Umsatz hatte Iberdrola hingegen einen Rückgang hinnehmen müssen.

Bei den Aktien der Chemieunternehmen Rhodia und DSM entschied der Ausblick über die Kursentwicklung. Beide Unternehmen hatten ihren operativen Gewinn steigern können. Doch während Rhodia im laufenden Jahr die Gewinne im Kerngeschäft signifikant steigern will, bleibt DSM vorsichtig. Entsprechend konnten die Titel von Rhodia um 4,62 % zulegen, wogegen DSM 5,42 % auf 30,97 Euro verloren.

ATX -0,15 % | DAX +0,20 % | FTSE +0,52 % | CAC-40 +0,23 | SPI +0,51
MIB +0,58 % | IBEX-35 -0,57 % | AEX -0,02 % | BEL-20 +0,48 | Euro-Stoxx-50 +0,16