Europas Leitbörsen einheitlich fester

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Europas Leitbörsen einheitlich fester

Euro-Stoxx-50 stieg um 26,67 Einheiten oder 0,88% auf 3.047,84 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.30 Uhr um 26,67 Einheiten oder 0,88 Prozent auf 3.047,84 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.124,27 Punkten und einem Plus von 69,44 Einheiten oder 0,77 Prozent. In London legte der FT-SE-100 45,73 Einheiten oder 0,69 Prozent auf 6.675,73 Zähler zu.

Der Handel in Europa profitierte laut Marktteilnehmern von guten Vorgaben aus Asien und den Rekordgewinnen der Wall Street vom Vortag. Ein am Mittwoch veröffentlichtes Redemanuskript der designierten US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hat die Aktienmärkte beflügelt. Die Rede deutet auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik hin.

Konjunkturdaten kamen am Vormittag aus Italien. Die italienische Wirtschaft ist in den Sommermonaten kaum noch geschrumpft. Im dritten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent zum Vorquartal zurückgegangen. Analysten hatten diesen Rückgang erwartet. Bereits vor Handelsbeginn sind Konjunkturdaten aus Japan veröffentlicht worden. Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal um 0,5 Prozent gewachsen und hat damit die Erwartungen von Ökonomen leicht übertroffen. Am Nachmittag stehen noch Arbeitsmarkt-und Handelsbilanzdaten aus den USA auf der Agenda.

Unter den Einzeltiteln zeigten sich am Donnerstag Burberry fester. Die Halbjahresumsätze des Konzerns haben mit 1,03 Milliarden Pfund die Milliardengrenze überschritten. Hauptverantwortlich dafür waren die Online-Umsätze. Burberry stiegen um 1,57 Prozent auf 1.485 Pence.

In Frankfurt eroberten K+S die Spitzenposition im DAX. Der Düngemittel- und Salzproduzenten hat im Zuge seiner Zahlenvorlage ein neues Sparprogramm bekannt gegeben. In den kommenden drei Jahren sollen die Kosten um insgesamt 500 Millionen Euro gesenkt werden – deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Auch die Quartalszahlen sind laut Marktteilnehmern teilweise etwas besser ausgefallen. K+S legten 4,11 Prozent auf 21,39 Euro zu.

Starke Kursverluste mussten hingegen RWE hinnehmen. Der Ausblick auf 2014 fiel schwächer als erwartet aus. Der Konzern soll angesichts schrumpfender Gewinne weiter erheblich Personal abbauen. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 6.750 Stellen wegfallen. Die Titel des Versorgers brachen im Frühhandel um 5,86 Prozent auf 25,56 Euro ein und waren mit deutlichem Abstand schwächster Wert im Euro-Stoxx-50. Auch E.ON verloren im Zuge dessen und reduzierten sich um 2,21 Prozent auf 13,47 Euro.

Einbußen gab es zudem bei EADS. Das von EADS als Schlüsselindikator verwendete EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten stieg von 526 Millionen Euro im Vorjahr auf 663 Millionen Euro - und lag damit innerhalb der Analystenerwartungen. EADS-Papiere verloren im Frühhandel 1,49 Prozent auf 50,99 Euro.

In einem Branchenvergleich zählten Auto-Werte zu den stärksten Gewinnern. Daimler verzeichneten im Frühhandel ein Plus von 1,52 Prozent auf 58,96 Euro. BMW stiegen um 1,37 Prozent auf 82,07 Euro. Volkswagen rückten 1,10 Prozent auf 192,85 Euro vor.

Auch Bank-Titel waren gesucht. BNP Paribas legten 2,63 Prozent auf 54,30 Euro zu, nach dem die französische Großbank den Kauf der belgischen Beteiligung an der Bank BNP Paribas Fortis bekannt gegeben hatte. Zudem gewannen ING 1,70 Prozent auf 9,58 Euro, Societe Generale stiegen um 1,19 Prozent auf 41,20 Euro.