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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Schwache Vorgaben aus Japan und enttäuschende Konjunkturdaten aus Europa.

Die europäischen Börsen haben am Dienstagvormittag einheitlich klar im Minus tendiert. Belastend wirkten sehr schwache Vorgaben aus Japan und enttäuschende Konjunkturdaten aus Europa.

Der Euro-Stoxx-50 verlor gegen 10.10 Uhr 1,68 Prozent oder 49,82 Punkte auf 2.912,46 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um 2,07 Prozent oder 203,68 Zähler auf 9.618,40 Punkte. In London gab der FT-SE-100 um 1,20 Prozent oder 73,74 Einheiten auf 6.090,98 Punkte nach.

In Japan ist der Leitindex Nikkei-225 um fast zweieinhalb Prozent eingebrochen, womit er erstmals seit Mitte Februar wieder unterhalb von 16.000 Punkten geschlossen hat. Ausschlaggebend für die Verluste war die sich unvermindert fortsetzende Aufwertung des Yen, welche vor allem exportorientierte Werte belastet. Die japanische Währung notierte gegenüber dem US-Dollar zuletzt so hoch wie seit Oktober 2014 nicht mehr.

Aber auch europäische Konjunkturdaten verfehlten die Erwartungen am Markt. So sind die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Februar überraschend gesunken. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone blieb mit 53,1 Punkten im März ebenfalls unter den Erwartungen. Analysten hatten 53,7 Einheiten prognostiziert. Vor allem die Indizes aus dem Dienstleistungssektor in Italien und Frankreich hatten enttäuscht. Am Nachmittag steht in den USA ebenfalls noch der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im März am Programm.

Im Euro-Stoxx-50 notierten alle Werte im Minus. Besonders schwach tendierten die Aktien der deutschen Autoproduzenten: Volkswagen-Titel verloren 3,50 Prozent, BMW-Anteilsscheine 3,07 Prozent und Daimler-Papiere büßten 2,75 Prozent ein. Klare Verluste setzte es auch für die Versorger Engie (minus 3,00 Prozent) und E.ON (minus 2,93 Prozent) sowie für die Finanzwerte Deutsche Bank (minus 3,18 Prozent) und AXA (minus 2,61 Prozent).

Im DAX verloren Aktien von Thyssenkrupp am Indexende 4,28 Prozent. Der Stahlkonzern wird sein brasilianisches Stahlwerk CSA komplett übernehmen. Man habe sich mit dem Rohstoffkonzern Vale auf die Übernahme von dessen knapp 27-prozentigem Anteil zu einem "symbolischen Kaufpreis" verständigt, teilte das Unternehmen mit. Als alleiniger Eigentümer hofft Thyssenkrupp, das verlustreiche Werk leichter verkaufen zu können.