Europas Leitbörsen eröffnen schwächer

DAX im Minus

Europas Leitbörsen eröffnen schwächer

Wenig Impulse durch Konjunkturdaten - VW-Aktie belastet Autosektor.

Europas Leitbörsen haben den Handel am Dienstag etwas schwächer eröffnet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.30 Uhr mit minus 0,71 Prozent oder 22,50 Punkte bei 3.162,22 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,18 Prozent oder 18,12 Zähler auf 9.930,39 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,32 Prozent oder 19,52 auf 6.089,19 Punkte.

Die wichtigsten Handelsplätze konnten damit nicht an ihre Vortagesgewinne anknüpfen. Auch positive Vorgaben aus den USA und ein höherer Börsenschluss in China konnten dabei nicht unterstützen. Unter anderem würden Sorgen um die Dynamik der Emerging Markets die Stimmung belasten, schreiben die Analysten der Helaba.

Auch impulsgebende Konjunkturdaten sind am heutigen Handelstag Mangelware. Am Nachmittag stehen das Verbrauchervertrauen der EU-Kommission für die Eurozone und der Richmond-Fed-Index auf dem Kalender, der Einfluss auf den Handel dürfte sich Analysten zufolge allerdings in Grenzen halten.

Unter den Einzelwerten blieb die VW-Aktie im Fokus, sie verlor weitere 2,84 Prozent nach einem Minus von fast 19 Prozent am Vortag. Der Autokonzern hat derzeit mit dem Skandal um manipulierte Abgaswerte in den USA zu kämpfen. Die US-Umweltschutzbehörde EPA verdächtigt VW, bei fast einer halben Million Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen zu haben. Volkswagen droht damit eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Mit dem VW-Kursverfall zeigte sich der gesamte Autosektor in Europa schwach. Im Euro-Stoxx-50 notierten BMW mit einem Minus von 1,72 Prozent und Daimler verloren 1,43 Prozent. Zu den Gewinnern gehörten im europäischen Index hingegen SAP mit einem Plus von 0,48 Prozent, Deutsche Bank zeigten sich um 0,51 Prozent fester.

In London standen RSA mit 1,40 Prozent im Plus, nachdem sie am Vortag noch deutliche Verluste von fast 21 Prozent verbuchen mussten. Zuvor hatte der Schweizer Mitbewerber Zurich Insurance die geplante Übernahme von RSA wegen Problemen im eigenen Schadensversicherungsgeschäft abgeblasen.