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Im Frühhandel

Europas Leitbörsen etwas leichter

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Euro-Stoxx-50 sank 15,05 Einheiten oder 0,66 Prozent auf 2.276,84 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel etwas leichter tendiert. Um 10.50 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.966,85 Punkten, das entspricht einem Minus von 1,22 Einheiten oder 0,02 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 7,0 Einheiten oder 0,13 Prozent auf 5.477,12 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank 15,05 Einheiten oder 0,66 Prozent auf 2.276,84 Punkte.

Die steigende Unsicherheit nach den eingefrorenen EU-Hilfszahlungen an Griechenland sorge für eine Berg- und Talfahrt an den Märkten, so Börsianer. Einige Bankenwerte zeigten sich im Frühhandel hart getroffen. Intesa sanken 3,85 Prozent auf 1,097 Euro. UniCredit-Papiere tendierten mit einem Abschlag von 2,13 Prozent auf 0,78 Euro ebenfalls im unteren Bereich des EuroStoxx-50. Die Experten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die UniCredit-Aktie etwas nach unten korrigiert. Im Verlauf des Vormittags kletterten BNP Paribas in die Gewinnzone. Die Titel notierten mit einem Plus von 2,46 Prozent auf 30,385 Euro. Der Gewinn von Frankreichs größter Bank ist im dritten Quartal wegen hoher Abschreibungen eingebrochen. ING legten ebenfalls zu und präsentierten sich mit einem Aufschlag von 1,24 Prozent auf 5,726 Euro.

Im Pariser CAC verloren Arcelormittal 1,25 Prozent auf 14,23 Euro. Die Zahlen des Stahlriesen hatten die Anleger nicht überzeugen können, hieß es. Total verringerten sich um 0,46 Prozent auf 36,91 Euro. HSBC Analysten hatten das Ziel für die Aktie gesenkt, das Anlagevotum allerdings bei "Overweight" belassen. Die Papiere des französischen Pharmakonzerns Sanofi verloren 0,29 Prozent auf 49,78 Euro. Billige Nachahmerpillen haben den Konzern im vergangenen Quartal hart getroffen. Die starke Nachfrage aus den Schwellenländern, die gestiegenen Verkäufe von Diabetesmitteln und die Integration des US-Konzerns Genzyme konnten den negativen Effekt aber teilweise kompensieren, erklärte der Konzernchef.

Swiss Re schossen nach Zahlen hingegen 7,03 Prozent auf 49,50 Schweizer Franken hoch. An der Londoner Börse verteuerten sich Man Group mit einem massiven Aufschlag von 7,3 Prozent auf 148,60 Pence. GlaxoSmithKline gewannen 0,41 Prozent auf 1.361 Pence. Der größte britische Pharmakonzern will sich im jahrelangen Rechtsstreit um die Vermarktungspraxis des Diabetesmittels Avandia mit der US-Regierung auf einen Vergleich in Milliardenhöhe einigen.

In Frankfurt gerieten Volkswagen ins Blickfeld der Anleger. Der Weg sei frei, die Mehrheit am Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN zu übernehmen, hieß es. Die Aktie stieg 1,26 Prozent auf 128,85 Euro. MAN verteuerten sich um knapp sechs Prozent auf 66,78 Euro. Die Experten von Exane BNP hatten indes das Kursziel etwas nach unten revidiert. BMW stiegen 2,24 Prozent auf 59,27 Euro.

Die Chemiebranche in Deutschland lässt sich nicht von ihrem Rekordkurs abbringen, wie bekannt wurde. "Trotz der jüngsten Abschwächung im Chemiegeschäft bleiben wir optimistisch", erklärte Klaus Engel, Evonik-Chef und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). BASF notierten mit einem leichten Minus von 0,41 Prozent auf 51,30 Euro.

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