Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

Am Dienstag

Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

Euro-Stoxx-50 fiel minimal um 0,09 Einheiten auf 3.153,08 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag nach einem bewegten Handelstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich minimal um 0,09 Einheiten auf 3.153,08 Zähler.

Nachdem die europäischen Aktienmärkte im Verlauf noch mehrheitlich mit Gewinnen tendiert hatten, gingen sie ohne klare Richtun aus dem Handel. Dabei gab es vergleichsweise wenig Konjunkturmeldungen, welche auf die Anleger hätten Einfluss nehmen können. Wenig Impuls lieferte das ZEW-Barometer für die deutschen Konjunkturerwartungen in den kommenden sechs Monaten, das im Jänner überraschend im Jänner gegenüber Dezember gesunken war. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet.

Die Weltwirtschaft wird laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren deutlich schneller wachsen als bisher. Doch trotz guter Aussichten sei das Risiko neuer Krisen nicht gebannt, warnte die Organisation in ihrem Konjunkturausblick. Aus der niedrigen Inflation in der Eurozone könne rasch eine Deflation werden, warnt der IWF. Ein solcher Preisverfall ist wirtschaftlich gefährlich, weil Unternehmen dann weniger investieren und sich auch die Konsumenten zurückhalten.


Im Branchenvergleich waren auch am Ende des Handelstag die europäischen Verbrauchsgütertitel gefragt. Als stärkster Wert im Euro-Stoxx-50 schlossen die Aktien von Unilever mit einem deutlichen Plus von 2,27 Prozent bei 29,49 Euro. Im vierten Quartal hatte der Konzern überraschend hohe Umsätze verbuchen können. Auch Danone zogen nach und landeten auf dem zweiten Indexplatz mit einem Gewinn von 2,06 Prozent.

Die Papiere der Unicredit gingen mit einem Plus von 0,85 Prozent bei 5,955 Euro aus dem Handel. Die italienische Mutter der Bank Austria hat Teile eines 910 Mio. Euro schweren Kredit-Portfolios zur Finanzierung von größeren Projekten in Italien an Investoren aus den USA verkauft.

Nicht erholen konnten sich die Anteilsscheine von SAP, die um 1,70 Prozent auf 59,62 Euro fielen. Das Profitabilitätsziel des Unternehmens wurde um zwei Jahre verschoben. Investitionen in den Ausbau des Cloud-Geschäfts bremsen das Gewinnwachstum des Softwarekonzerns.

In Paris verloren Renault 0,16 Prozent auf 67,89 Euro. Während die Absatzkrise in Europa Peugeot weiter fest im Griff hat, kann Renault dank günstigerer Modelle wieder mehr Fahrzeuge verkaufen. Eine kräftige Nachfrage in Russland und anderen Schwellenländern ließ die Zahl der verkauften Autos im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent steigen. PSA Peugeot Citroen kletterten um 2,01 Prozent. Der zweitgrößte europäische Autohersteller denkt über eine Kapitalerhöhung von drei Mrd. Euro nach. Die chinesische Dongfeng und der französische Staat sollen sich an Peugeot beteiligen.

Die Papiere von Novartis schlossen in Zürich mit plus 0,47 Prozent bei 74,15 Schweizer Franken. Der Pharmariese steht vor einem Umbau, am Hauptsitz Basel will das Unternehmen heuer rund 500 Stellen abbauen.

Im britischen "Footsie" verloren Rolls Royce 0,24 Prozent auf 1.246,00 Pence. Einem Medienbericht zufolge will der Transportkonzern den finnischen Hersteller von Schiffs- und Kraftwerksmotoren Wartsila kaufen.

Zudem zeigten sich Rohstoffwerte in London deutlich schwächer. Antofagasta rutschten um 3,02 Prozent auf 819,50 Pence, Rio Tinto ließen 3,13 Prozent nach. Auch Anglo-American-Papiere verloren 2,66 Prozent auf 1.356,00 Pence.