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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen tendieren schwächer

Zurückhaltung zum Beginn der US-Berichtssaison.

Die Leitbörsen in Europa sind am Montag in der Früh mit tieferer Tendenz in die Woche gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr mit minus 0,72 Prozent oder 21,08 Punkte bei 2.890,90 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,77 Prozent oder 73,95 Zähler auf 9.548,31 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,46 Prozent oder 28,77 Einheiten auf 6.175,64 Punkte.

Börsianer verwiesen vor allem auf Zurückhaltung zum Beginn der US-Berichtssaison, die heute nach dem New Yorker Börsenschluss vom Alukonzern Alcoa mit dessen Zahlen zum ersten Quartal 2016 eingeläutet wird. Dessen Bilanz gilt als ein Barometer für die allgemeine Tendenz bei den Unternehmensergebnissen. Analysten erwarten von Alcoa zum Jahresauftakt ein minimales Plus von 0,03 Dollar je Aktie, nach 0,28 Dollar je Titel im Vorjahr.

Die Stimmung getrübt habe zudem, dass die Weltbank für 2016 ihre Wachstumsprognose für den Ostasien- und Pazifikraum leicht zurückgeschraubt hatte, hieß es. Für die beiden kommenden Jahre erwartet sie jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als in der bisherigen Prognose. Geht es nach den Analysten der BNP Paribas, wird auch der Internationale Währungsfonds (IWF) am morgigen Dienstag seinen Ausblick kappen.

Der britischen Wirtschaft droht vor dem mit Spannung erwarteten Referendum über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union die Luft auszugehen. Der Inlandsumsatz der Industrie fiel im ersten Quartal so schwach aus wie seit Ende 2012 nicht mehr, wie aus einer Umfrage der britischen Handelskammer BCC unter mehr als 8.500 Unternehmen hervorgeht.

Unternehmensseitig blieb die Meldungslage vorerst recht dünn. Italienische Bankenwerte knüpften an ihren positiven Trend vom vergangenen Freitag an, UniCredit waren mit plus 1,85 Prozent größter der lediglich zwei Kursgewinner im Euro-Stoxx-50. Auch Intesa Sanpaolo notierten mit minus 0,09 Prozent unter den besseren Werten.

Ans untere Indexende im Euro-Stoxx-50 rutschten SAP mit minus 1,96 Prozent. Die Aktien wurden von den vorläufigen Geschäftszahlen des Softwarekonzerns für das erste Quartal belastet. Diese lagen hinter den Erwartungen der Analysten. SAP habe zwar sicherlich keinen guten Start ins Jahr 2016 geschafft, das erste Quartal sei aber auch der mit Abstand unwichtigste Jahresabschnitt für das Unternehmen, sagte ein Händler.