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Leitbörsen in Fernost schließen mit Verlusten

Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag schwächer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio reduzierte sich um 156,53 Zähler oder 1,54 % auf 10.030,31 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 33,15 Zähler (minus 0,17 %) auf 19.545,83 Einheiten.

Abgaben mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.753,51 Zählern und einem Minus von 21,03 Punkten oder 0,76 %. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 71,9 Zähler oder 1,63 % auf 4.342,4 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 1,23 % oder 31,87 Zähler auf 2.555,94 Punkte.

Der erneute Rückgang des Euro und die daraus resultierende Stärke des Yen belastete asiatische Exportwerte. In Japan gaben Aktien von Canon (minus 2,67 % auf 3.825 Yen) und Toyota (minus 2,56 % auf 3.420 Yen) nach. Einige Börsianer monierten auch ein etwas unter den Erwartungen des Marktes liegendes Wachstum der japanischen Wirtschaft, auch wenn die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 1,2 % zugelegt und damit den stärksten Anstieg seit drei Monaten erzielt hat.

Börsianer sagten, dass die direkten Auswirkungen des deutschen Leerverkaufsverbots langsam abebbten. "Es bleibt jedoch die Unsicherheit, die der Schritt mit sich gebracht hat", kommentierte ein Marktstratege. Das solch eine Maßnahme ergriffen worden sei, deute schließlich auf den Ernst der Lage hin.

China will sich angesichts der Euro-Schuldenkrise wirtschaftspolitisch enger mit den USA abstimmen. Die Regierung in Peking wolle ihre Wirtschaftspolitik mit den USA koordinieren, um die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten abzufedern, sagte ein hochrangiger Vertreter des chinesischen Finanzministeriums.

Der chinesische Autobauer Great Wall Motor (minus 4,41 % auf 11,28 Yuan) will in zwei bis drei Jahren auf den deutschen Markt drängen. Dies sagte ein Manager des Unternehmen, der namentlich nicht genannt werden wollte. Great Wall Motor verkauft in Westeuropa bisher nur in Italien Fahrzeuge, nämlich den sportlichen Geländewagen Hover, ein sogenannter SUV. "Wir haben schon einen Händler in Italien.

Die Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea spitzen sich wegen des Untergangs eines südkoreanischen Kriegsschiffs weiter zu. Fast acht Wochen nach der Tragödie mit 46 Toten kam ein internationales Ermittlerteam zu dem Schluss, dass Nordkorea die 1200-Tonnen-Korvette nahe der innerkoreanischen Seegrenze mit einem Torpedo beschossen und versenkt habe. Der KOSPI Stock Index gab in Seoul um 1,83 % auf 1.600,18 Einheiten nach.

In Indien sprangen die Aktien von Oil & Natural Gas, dem größten staatlichen Ölunternehmen Indiens, um 9,10 % auf 1.118,05 Rupien. Die indische Regierung hatte angekündigt die Preise für Gas von staatlichen Gasfeldern mehr als zu verdoppeln.