Boerse Wall Street

US-Börsen

Ölpreishöhenflug belastet Wall Street

Positive Konjunkturdaten wurden in den Hintergrund gedrängt.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Dienstag mit schwächeren Kursen geschlossen. Der beschleunigte Ölpreishöhenflug drückte auf die Aktienkurse an der Wall Street. Marktteilnehmer verwiesen auf Sorgen der Akteure, dass die steigenden Energiekosten die wirtschaftliche Erholung eindämmen könnten. Händler machten erneut aufgeflammte Ängste um ein Übergreifen der politischen Spannungen im Nahen Osten auf den weltweit größten Ölexporteur Saudi-Arabien für die Preissprünge verantwortlich.

Der Dow Jones Industrial Index gab 168,32 Punkte oder 1,38 Prozent auf 12.058,02 Einheiten ab. Der S&P-500 Index sank 20,89 Punkte (minus 1,57 Prozent) auf 1.306,33 Zähler. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich um 44,86 Einheiten oder 1,61 Prozent auf 2.737,41 Zähler.

Die steigenden Ölpreise drängten starke Konjunkturnachrichten in den Hintergrund, hieß es. US-Notenbankchef Ben Bernanke sieht angesichts günstigerer Perspektiven für die amerikanische Wirtschaft nun auch Hoffnung für den schwer gebeutelten Jobmarkt. Zudem hat die US-Industrie im Februar spürbar an Fahrt aufgenommen. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager signalisierte das stärkste Wachstum seit Mai 2004.

Von Unternehmensseite gab es nur wenige Impulse. Zulegen konnten gegen den allgemein negativen Trend Coca-Cola und kletterten mit einem Aufschlag von 1,55 Prozent auf 64,91US-Dollar an die Spitze des Dow Jones. Der weltweit größte Hersteller von Erfrischungsgetränken übernimmt Honest Tea komplett.

Rückläufige Metallpreise drückte auf die Werte aus diesem Bereich. Die Titel von Alcoa, dem größten US-Aluminiumproduzenten, fielen um 3,56 Prozent auf 16,25 Dollar. US-Steel sackten um 4,38 Prozent auf 54,97 Dollar ab.

McDonald's gingen nach negativen Branchennachrichten um 1,04 Prozent auf 74,89 Dollar zurück. Konkurrent Burger King hatte im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres einen Rückgang des vergleichbaren Umsatzes weltweit von 3,7 Prozent hinnehmen müssen.