US-Börsen eröffnen schwächer

Enttäuschende US-Daten

US-Börsen eröffnen schwächer

Schwache Vorgaben aus Europa - Gewinnentwicklung bei Nike unter Erwartungen.

Die New Yorker Aktienbörsen sind zum Wochenschluss mit schwächeren Notierungen in den Handel gestartet. Leichtere europäische Vorgaben dürften belasten, hieß es aus dem Handel. Darüber hinaus enttäuschte die Gewinnentwicklung bei Nike. Bis 15.55 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index 100,22 Einheiten oder 0,74 Prozent auf 13.385,75 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 9,15 Punkte oder 0,63 Prozent auf 1.438,00 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 18,07 Punkte (minus 0,58 Prozent) auf 3.118,53 Einheiten.

   Das am Vortag verabschiedete Sparpaket Spaniens hatte zunächst die US-Börsen und am heutigen Freitag die europäischen Börsen im Vormittagshandel noch deutlich beflügelt. Um die Mittagszeit überwog dann aber die Nervosität im Vorfeld der für diesen Freitagabend erwarteten Bankenstresstests in Spanien, hieß es aus dem Handel. Die meisten Indizes drehten ins Minus. Auch in den USA seien nun alle Blicke weiterhin auf Spanien gerichtet, hieß es weiter. Mit Spannung wird zudem die Bonitätsbewertung für das angeschlagene Euroland durch die Ratingagentur Moody's erwartet.

   Aktuelle Konjunkturdaten sind gemischt ausgefallen und waren vor US-Börsenstart allerdings wenig kursrelevant, wie Marktbeobachter berichteten. Kurz nach Eröffnung standen darüber hinaus die neuen Zahlen zum Chicago-PMI und das Michigan Sentiment an. Die Stimmung der US-Einkaufsmanager in der Region Chicago hat sich im September überraschend stark eingetrübt. Der entsprechende Index ist von 53,0 Punkten im Vormonat auf 49,7 Zähler gefallen. Das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im September hat sich zudem weniger stark aufgehellt als zunächst gemeldet.

   Ins Blickfeld rückten nach enttäuschenden Zahlen Nike. Der Sportartikelhersteller hat im ersten Geschäftsquartal zwar einen Rekordumsatz erzielt. Höhere Kosten für die Vermarktung und auch für die Herstellung seiner Schuhe, T-Shirts und anderer Sportartikel nagen aber am Gewinn des Branchenprimus. Die Papiere starteten mit einem deutlichen Abschlag von knapp zwei Prozent auf 94,08 Dollar in den Handel.

   Unter den Bankwerten zeigten sich Bank of America schwächer mit einem Minus von 0,84 Prozent auf 8,90 Dollar. Die Spätfolgen der Finanzkrise reißen ein weiteres tiefes Loch in die Bilanz der Großbank. Um eine Sammelklage von Aktionären aus der Welt zu schaffen, die sich übers Ohr gehauen fühlen, zahlt das Geldhaus im Rahmen eines Vergleichs 2,4 Milliarden Dollar (1,86 Mrd. Euro). Das wird das Ergebnis im dritten Quartal belasten.

   Techwerte waren im Frühhandel besonders gut gesucht. Die Papiere des weltgrößten Netzwerk-Ausrüsters Cisco steigerten sich um 2,10 Prozent auf 19,19 Dollar und kletterten damit an die Spitze des Dow Jones. IBM gewannen 0,57 Prozent auf 207,10 Dollar. Research in Motion sprangen gar um knapp zwölf Prozent auf 7,99 Dollar nach oben. Der kanadische Smartphone-Hersteller hat seinen Abwärtstrend im zweiten Quartal gestoppt und so die Hoffnung genährt, dass der Konzern in dem von Apple und den Android-Handys dominierten Markt doch noch eine Zukunft hat. Micron legten deutlich um 3,24 Prozent auf 6,215 Dollar zu. Der Speicherchip-Hersteller hatte für das vierte Geschäftsquartal einen unerwartet hohen Verlust ausgewiesen.

   Für die Aktie des US-Mischkonzerns General Electric ging es mit einem knapp ein Prozent auf 22,92 Dollar nach oben. Alcoa zeigten sich um 0,61 Prozent auf 8,93 Dollar schwächer. Der Aluminiumhersteller hat für Ende November eine Quartalsdividende von 3 Dollar-Cent angekündigt. Mc Donalds gaben deutlich um 2,49 Prozent auf 90,95 Dollar nach.