US-Börsen etwas höher ins Wochenende

Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag mit etwas höheren Kursen geschlossen. Im Späthandel sorgten an der Wall Street überraschende Konjunkturdaten für einen Schub nach oben und die Indizes drehten nach starken Verlaufsverlusten ins Plus. In den USA sind die Verbraucherkredite im Dezember deutlich weniger stark als erwartet gesunken.

Der Dow Jones Industrial Index stieg 10,05 Punkte oder 0,10 % auf 10.012,23 Einheiten. Am Donnerstag war der weltbekannteste Börsenindex erstmals seit November 2009 für kurze Zeit unter 10.000 Punkte gerutscht. Der S&P-500 Index gewann 3,09 Punkte (plus 0,29 %) auf 1.066,20 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 15,69 Einheiten oder 0,74 % auf 2.141,12 Zähler.

Über weite Strecken des Handelstages belasteten auch an den US-Börsen die Sorgen über die Staatsfinanzen in den Euro-Ländern Griechenland, Spanien und Portugal, hieß es aus dem Handel. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten fielen hingegen gemischt aus und lieferten keine Impulse.

An der Spitze des Dow Jones fanden sich mit Cisco Systems und Intel zwei Technologie-Schwergewichte ein: Cisco stiegen um 2,51 % auf 23,70 US-Dollar und Intel legten um 2,42 % auf 19,47 Dollar zu. Direkt dahinter platzierte sich der Alumimiumkonzern Alcoa mit einem Aufschlag von 2,09 % auf 13,18 Dollar.

Außerhalb des Index gaben Mastercard um 0,62 % auf 220,74 Dollar nach. Analysten äußerten sich einen Tag nach der Vorlage von Quartalszahlen des Kreditkartenanbieters unterschiedlich. Wells Fargo hob seine Einschätzung auf "Outperform" an und bezeichnete die jüngsten kräftigen Kursverluste als ungerechtfertigt. Citigroup hingegen senkte das Kursziel von 275 auf 250 Dollar und bestätigte seine Bewertung mit "Hold".

Teva Pharmaceuticals verloren 2,00 % auf 56,76 Dollar. Der Generikahersteller rechnet wegen der Beilegung eines Rechtsstreits mit Belastungen im vierten Quartal von 315 Millionen Dollar. Bei dem Streit geht es um angeblich überhöhte Medikamentenpreise im Rahmen staatlicher Gesundheitsprogramme.

Air Products und Airgas sorgten für große Aufmerksamkeit. Der Linde-Konkurrent Air Products will den Branchenkollegen Airgas für 60 Dollar je Aktie in bar übernehmen. Die Transaktion hätte ein Volumen von 5,1 Milliarden Dollar. Den Anstieg der Airgas-Titel über die 60-Dollar-Schwelle - ein Plus von 40,04 % auf 60,96 Dollar - ist Experten zufolge ein Zeichen, dass die Anleger mit einem höheren Gebot rechnen. Die Aktien von Air Products sackten um 6,85 % auf 68,64 Dollar ab.

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