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US-Börsen etwas schwächer erwartet

An den US-Börsen wird am Dienstag eine etwas schwächere Eröffnung erwartet. Insbesondere der starke Rückgang des Empire State Index, der die Geschäftsaussichten des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York abbildet, drückte auf die Stimmung. Mit einem Rückgang von 23,5 auf 2,55 Punkte verzeichnete der Index den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebungen.

Belastend wirkte sich Händlern zufolge auch der erstarkende Dollar aus. Kurz vor Handelsstart steht dann noch die Industrieproduktion auf der Agenda, am Abend könnten Daten vom Immobilienmarkt bewegen.

Fluggesellschaften wie UAL könnten einen Blick wert sein. Die International Air Transport Association schätzt, dass die Branche im kommenden Jahr weltweit bis zu 5,6 Milliarden Dollar verlieren könnte - das ist deutlich mehr als die bisher gedachten 3,8 Mrd. Dollar. Insbesondere der im Durchschnitt wohl höhere Ölpreis dürfte die Gewinne schmählern, hieß es in der aktuellen Studie der Organisation. Unterdessen soll nun mit fast 3 Jahren Verspätung der Boeing 787 "Dreamliner" erstmals abheben.

Wells Fargo legten vorbörslich bereits zu. Die Bank will ebenfalls erhaltene Staatshilfen zurückzahlen. Wie das Institut ankündigte, wolle man die im vergangenen Jahr erhaltenen 25 Mrd. Dollar an Steuergeldern aus dem TARP-Bankenrettungsplan der US-Regierung komplett zurückerstatten. Zur Finanzierung sei eine Kapitalerhöhung von 10,4 Mrd. Dollar geplant.

Die Aktien von Adobe Systems und Best Buy dürften mit der Vorlage von Zahlen in Bewegung kommen. Der Elektronik-Einzelhändler erzielte zwar einen höheren Gewinn als erwartet, der Ausblick auf die Bruttomarge im laufenden Quartal drückte allerdings auf die Stimmung. Unterdessen gaben auch Gilead Sciences bereits vorbörslich etwas nach. Das Blutdruckmittel Darusentan hat den primären Endpunkt nicht erreicht.