US-Börsen ohne klare Richtung

Im Frühhandel

US-Börsen ohne klare Richtung

Dow Jones fiel um 28,70 Einheiten oder 0,17 Prozent auf 16.385,74 Zähler

Die US-Börsen haben am Mittwoch im Frühhandel keine einheitliche Richtung gefunden. Bis gegen 16.00 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 28,70 Einheiten oder 0,17 Prozent auf 16.385,74 Zähler. Der S&P-500 Index verlor minimale 0,04 Punkte auf 1.843,76 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich dagegen um 4,85 Punkte oder 0,11 Prozent auf 4.230,61 Einheiten.

Das Hauptaugenmerk galt zur Wochenmitte neuen Unternehmensergebnissen. Diese wurden mehrheitlich enttäuscht aufgenommen, hieß es von Marktteilnehmern. Auf der Agenda standen bereits am Vorabend die Zahlen von AMD, IBM und Texas Instruments.

Händlern zufolge unterscheidet sich die laufende Berichtsaison in einem Punkt von den vorangegangenen Quartalen: die ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed neigt sich dem Ende zu - damit werde die Verantwortung für eine weitere Erholung der Wirtschaft stärker an die US-Unternehmen übergeben. Bisher blieben Belege, dass die Zahlen dieser Anforderung auch gerecht werden, aber eher Mangelware, so die Marktteilnehmer weiter.


So dümpelt beispielsweise bei IBM das Geschäft weiter vor sich hin. Besonders die eingebrochenen Verkäufe von Hardware sorgten im Schlussquartal für einen Umsatzrückgang von mehr als 5 Prozent auf 27,7 Mrd. Dollar. Der Gewinn legte nur dank einer geringeren Steuerquote um sechs Prozent zu. Die Aktien des IT-Konzerns sackten um 3,30 Prozent auf 182,21 Dollar ab.

Ebenso büßten AMD-Papiere klare 10,31 Prozent auf 3,74 Dollar ein, nachdem der US-Chiphersteller seine Zahlen für das vergangene Quartal vorgelegt hatte. Zwar gab es einen Gewinn von 89 Mio. Dollar zu verbuchen, nach roten Zahlen von 473 Mio. Dollar ein Jahr zuvor. Doch die Ankündigung, dass der Umsatz im laufenden ersten Quartal um etwa 16 Prozent niedriger sein werde als in den vergangenen drei Monaten, sorgte für Enttäuschung unter den Anlegern. Die Aktien des Branchenführers Intel tendierten im US-Frühhandel um 1,37 Prozent tiefer bei 25,24 Dollar.

Im Rahmen der Zahlenveröffentlichung kündigte der Chip-Spezialist Texas Instruments an, 1.100 Stellen in mäßig laufenden Märkten zu streichen. Ein Teil der Arbeitsplätze geht in Japan verloren. Der Abbau soll bis Mitte 2015 über die Bühne gehen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um zwei Prozent auf 3,0 Mrd. Dollar. Texas Instruments starteten mit einem Plus von 1,07 Prozent auf 44,32 Dollar in den Handel.

Kursverluste gab es auch bei Abbott Laboratories zu beobachten. Der Pharmakonzern konnte zwar den Nettogewinn im fortgeführten Geschäft wie erwartet steigern, blieb aber umsatzseitig hinter den Prognosen zurück. Die Aktien fielen um 3,45 Prozent auf 37,77 Dollar.

Die Anteilsscheine von United Technologies legten 1,37 Prozent auf 116,47 Dollar zu. Während der Mischkonzern seinen Gewinn zum Jahresende hin überraschend um fast die Hälfte steigern konnte, blieb der Quartalsumsatz knapp unter den Erwartungen.

Abseits der Berichtssaison stiegen Blackberry um klare 5,24 Prozent auf 10,45 Dollar. Der angeschlagene Smartphone-Hersteller will mit dem Verkauf von Immobilien seine Kasse aufbessern. Die Mehrheit der Gebäude im Heimatland Kanada werde abgestoßen, teilte das Unternehmen mit. Der noch benötigte Teil der Flächen soll danach zurückgemietet werden.