Dow Jones / NYSE

Schlusshandel

US-Börsen schließen im Minus

Der Dow Jones gab 140,19 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 16.361,46 Zähler ab.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag mit tieferen Kursen geschlossen. Zum Wochenschluss drückten einige enttäuschende Unternehmenszahlen sowie die gestiegenen Spannungen in der Ukraine auf die Kurse an der Wall Street. Vor allem der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine mache die Investoren nervös, da die Spannungen zunähmen, sagte ein Händler.

Der Dow Jones Industrial Index knickte um 140,19 Punkte oder 0,85 Prozent auf 16.361,46 Einheiten ein. Der S&P-500 Index fiel 15,21 Punkte oder 0,81 Prozent auf 1.863,40 Zähler. Der Nasdaq Composite Index sackte um 72,78 Einheiten oder 1,75 Prozent auf 4.075,56 Zähler ab.

Unter den Großkonzernen, die Zahlen vorgelegt hatten, standen die Papiere von Microsoft im Blick. Sie legten um 0,13 Prozent zu, hatten allerdings zeitweise mit mehr als einem Prozent sogar an der Spitze im Leitindex gestanden. In seinem ersten Quartal an der Spitze des Softwarekonzerns hatte sich der neue Konzernchef Satya Nadella zwar mit einem geschrumpften Gewinn zufriedengeben müssen, die Erfolge im Cloud-Geschäft retteten aber die Quartalsbilanz. Insgesamt übertraf der Software-Konzern mit seinen Zahlen zum dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten.

Favorit waren nun jedoch die Papiere von McDonald's, die um 0,89 Prozent zulegten. Sie profitierten vom Geschäftsbericht des Konkurrenten Burger King, dessen Gewinn im abgelaufenen Quartal nach dem angestoßenen Wandel bei der Fastfood-Kette im Jahresvergleich um fast 70 Prozent gestiegen war. Die Titel von Burger King gewannen 2,21 Prozent.

Die Aktien von Visa hielten im Dow hingegen die rote Laterne mit minus 5,0 Prozent. Beim Kreditkartenkonzern wachsen die Sorgen wegen des sich zuspitzenden Konflikts in Russland und der Ukraine. Visa rechnet im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der eingeleiteten Sanktionen mit sinkenden grenzüberschreitenden Umsätzen. Im zweiten Geschäftsquartal hatte der Konzern die Sanktionen aber noch wenig gespürt.

Im Nasdaq-Auswahlindex wurden die Anteilscheine von Amazon von den Anlegern abgestraft und brachen als schwächster Wert um 9,88 Prozent ein. Der weltgrößte Online-Händler hatte seinen Umsatz zuletzt zwar kräftig gesteigert, schrieb aber weiter schmale Gewinne. Hohe Investitionen hatten belastet.

Sehr schwach zeigten sich auch die Ford-Aktien nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal. Sie büßten im S&P-100-Index 3,31 Prozent ein.