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US-Börsen schließen mit kleinem Plus

Mehrere Fed-Ratsmitglieder plädieren für baldige Zinserhöhung.

Die US-Börsen haben den Handel am Mittwoch mehrheitlich mit einem kleinen Plus beendet. In den Fokus rückte das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed. Laut diesem haben sich mehrere Mitglieder des Rates im September für eine baldige Zinserhöhung ausgesprochen.

Der Dow Jones stieg um minimale 0,09 Prozent auf 18.144,20 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index erhöhte sich um 0,11 Prozent auf 2.139,17 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index verlor dagegen 0,15 Prozent auf 5.239,02 Zähler.

Dass sich die Argumente für einen Zinsschritt nach oben verstärkt haben, darüber waren sich die stimmberechtigten Mitglieder im Offenmarktausschuss bei der letzten Zinssitzung im September einig, wie aus dem Protokoll hervorgeht. Über den richtigen Zeitpunkt für die Anhebung gibt es aber offenbar noch Differenzen.

So sorgte die von der Fed im Begleittext aufgenommene Passage, wonach die Notenbank den derzeitigen Zinssatz "bis auf weiteres" beibehalten wolle, für Zündstoff auf der Sitzung. Laut den Mitschriften waren einige Währungshüter in Sorge, dass dies in der Weise falsch ausgelegt werden könne, dass die Fed ihre Entscheidung eher am Kalender als an der Konjunkturentwicklung ausrichten werde.

Am Markt wird auch nach dem Protokoll überwiegend mit einer Zinserhöhung seitens der Fed im Dezember gerechnet, hieß es aus dem Handel. Konjunkturseitig blieb die Nachrichtenlage indessen ruhig, neue Daten standen nicht auf der Agenda.

Unternehmensseitig läuft die Berichtssaison erst im weiteren Wochenverlauf richtig an. Heute standen mit Fortinet lediglich Zahlen aus der zweiten Reihe an: Der Technologiekonzern legte enttäuschende vorläufige Zahlen vor, die Aktien sackten um rund zehn Prozent ab.

Im Dow notierten indessen Cisco mit minus 2,26 Prozent an letzter Stelle im Leitindex. Der Kurs des Netzwerkausrüsters wurde von schlechten Nachrichten bei Ericsson belastet. Die Aktien des schwedischen Telekomausrüsters waren im europäischen Handel um beachtliche 20 Prozent eingebrochen. Wegen einer schwachen Nachfrage schlitterte das Unternehmen immer weiter in die Krise und musste im dritten Quartal ein Umsatzminus von 14 Prozent hinnehmen.

Im Zuge sinkender Ölpreise schlossen die beiden Öltitel Chevron (minus 0,86 Prozent) und ExxonMobil (minus 0,70 Prozent) ebenfalls schwach. Dass das Ölkartell OPEC mit einer steigenden Förderung von Nicht-OPEC-Ländern im kommenden Jahr rechnet, sorgte für Druck auf die Kurse für Brent und WTI. Der US-Ölpreis verbuchte zur Schlussglocke ein Minus von rund einem Prozent.

Dagegen profitiert Apple weiterhin von den Negativ-Meldungen rund um das Galaxy Note 7 des Wettbewerbers Samsung. Nachdem die Koreaner am Dienstag das Smartphone vom Markt genommen hatten, haben sie nun ihre Gewinnprognose für das dritte Quartal deutlich gekappt. Apple-Papiere gewannen bis Handelsschluss 0,89 Prozent.