Krim-Krise lastet weiter auf Börsen

US-Börsen

Krim-Krise lastet weiter auf Börsen

Gute Daten sorgen nur kurz für bessere Stimmung.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag deutlich tiefer geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel um 231,19 Punkte oder 1,41 Prozent auf 16.108,89 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 21,86 Punkte oder 1,17 Prozent auf 1.846,34 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel um 62,91 Einheiten oder 1,46 Prozent auf 4.260,42 Zähler.

Belastet wurden die US-Börsen von der sich weiter zuspitzenden Krim-Krise. US-Außenminister John Kerry hat Russland im Falle einer Annektierung der ukrainischen Halbinsel mit schweren Konsequenzen gedroht. Es würde am Montag "eine sehr ernsthafte Reihe von Schritten" seitens der USA und der EU folgen, sollte Moskau ein Referendum zum Beitritt der Krim zu Russland akzeptieren, sagte Kerry am Donnerstag.

Auch schwache Wirtschaftsdaten aus China lasteten auf der Börsenstimmung. Gut ausgefallene US-Daten sorgten vor diesem Hintergrund nur kurz zur Eröffnung für etwas bessere Stimmung. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im Februar stärker als erwartet gestiegen und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gesunken. Nach einem positiven Börsenstart rückte bald wieder die Lage in der Ukraine in den Fokus.

Alle Dow Jones-Werte schlossen am Donnerstag im Minus. Die größten Verluste sahen Pfizer (minus 2,69 Prozent) und United Technologies (minus 2,52 Prozent). Abseits der Dow-Werte stiegen Aktien von Williams-Sonoma um 9,78 Prozent auf 64,74 Dollar. Die Papiere des Einzelhändlers profitierten von besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen und der Ankündigung einer höheren Quartalsdividende.

Auch Analystenkommentare sorgten für Bewegung. Die Aktien des Computer- und Videospiele-Konzerns Activision Blizzard stiegen nach einer Kaufempfehlung durch Merrill Lynch um 1,21 Prozent auf 20,85 Dollar. Die Analysten blicken optimistisch auf bevorstehende Spiele-Veröffentlichungen. Die Papiere des Wettbewerbers Electronic Arts (EA) stuften sie hingegen auf "Neutral" ab. Die EA-Titel büßten 0,90 Prozent auf 29,71 Dollar ein.