US-Börsen zur Eröffnung mit Gewinnen

AIG mit Asien-Ausstieg

US-Börsen zur Eröffnung mit Gewinnen

 Dow Jones stieg um 43,08 Einheiten oder 0,33% auf 13.178,09 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörsen sind mit Gewinnen in Handelswoche gestartet. Gegen 15.40 Uhr lag der Dow Jones Industrial Index um 43,08 Einheiten oder 0,33 Prozent erhöht bei 13.178,09 Zählern. Der S&P-500 Index gewann 6,57 Punkte oder 0,46 Prozent auf 1.420,15 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich um 15,00 Punkte oder 0,50 Prozent auf 2.986,33 Einheiten. Dabei wirkte laut Marktteilnehmern vor allem gestiegener Optimismus der Anleger im zähen US-Haushaltsstreit stützend auf die Wall Street.

Denn der Budgetkonflikt in den USA könnte mit Zugeständnissen der Republikaner doch noch gelöst werden. Zumindest hat der Abgeordnete John Boehner mit seiner Ankündigung, auch Steuererhöhungen zuzustimmen, den Weg für weitere Verhandlungen mit den Demokraten von Präsident Barack Obama bereitet. Sollten sich beide Parteien nicht einigen, drohen im kommenden Jahr automatische Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen, die die US-Wirtschaft zurück in die Rezession stürzen könnten. Bis Freitag hatte Boehner noch jegliche Steuererhöhung abgelehnt.

Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York hat sich indessen im Dezember überraschend eingetrübt. Der Empire-State-Index sei von minus 5,22 Punkten im Vormonat auf minus 8,10 Zähler gefallen. Volkswirte hatten hingegen mit einem deutlichen Anstieg auf minus 1,00 Punkte gerechnet. Ein Indexstand unter Null deutet einen Rückgang der Aktivität an.

Stärkste Einzelwerte im Dow Jones waren im Eröffnungshandel Travelers (plus 1,19 Prozent), DuPont (plus 1,09 Prozent) und Bank of America (plus 0,90 Prozent). Unter den wenigen Kursverlieren lagen hingegen Coca-Cola mit minus 0,29 Prozent auf 37,57 Dollar am schwächsten, gefolgt von Procter & Gamble (minus 0,21 Prozent) und Verizon (minus 0,05 Prozent).

AIG legten an der New York Stock Exchange um 1,56 Prozent auf 34,47 Dollar zu. Der einst weltgrößte Versicherer kappt seine Wurzeln und zieht sich nach fast 100 Jahren aus Asien zurück. Der Konzern leitete nach eigenen Angaben vom Montag den Verkauf seines restlichen Anteils an der Tochter AIA an institutionelle Investoren in Hongkong ein. Mit der Sache vertrauten Personen zufolge könnte AIG dabei bis zu 6,5 Mrd. Dollar (5,01 Mrd. Euro) erlösen. AIA ist der drittgrößte Versicherer Asiens und bildete vor der Krise das Herzstück der US-Mutter.

Apple verloren im Nasdaq-100-Index 0,15 Prozent auf 509,46 Dollar. Erstmals seit Februar drohen die Anteilsscheine des Elektronikherstellers unter die Marke von 500 Dollar zu fallen, nachdem die Experten der Citigroup ihr Votum von "Buy" auf "Neutral" gesenkt haben. Laut Analyst Glen Yeung rücken bei dem iPhone-Hersteller die Risiken immer stärker in den Fokus.

Google scheint eine US-Kartellklage abgewendet zu haben. Nach Medienberichten gibt sich die Handelskommission FTC mit einigen Zugeständnissen zufrieden. Eine Klage gegen Google wäre der größte Wettbewerbsfall seit Jahren gewesen. Die US-Regierung wird laut Medienberichten keine Wettbewerbsklage gegen Google anstrengen. Nach einigen freiwilligen Zugeständnissen des Internet-Konzerns könne das seit rund zwei Jahren laufende Ermittlungsverfahren noch diese Woche eingestellt werden, berichtete das "Wall Street Journal". Der am schwersten wiegende Vorwurf der Konkurrenten, Google habe sie bei den Suchergebnissen zugunsten eigener Dienste benachteiligt, sei vom Tisch, schrieb die "New York Times". Google verteuerten sich um 0,91 Prozent auf 708,68 Dollar.