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US-Börsen

Verunsicherung drückt Wall Street ins Minus

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Der Dow Jones ermäßigte sich um 106,38 Einheiten oder 0,61 Prozent auf 17.320,71 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones ermäßigte sich um 106,38 Einheiten oder 0,61 Prozent auf 17.320,71 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 18,60 Punkte (minus 0,92 Prozent) auf 1.992,67 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index reduzierte sich am deutlichsten um 68,50 Einheiten oder 1,48 Prozent auf 4.570,82 Zähler.

   Der Handel am Donnerstag entspreche den sich zuletzt anhäufenden Unsicherheitsfaktoren, kommentierten Marktbeobachter das Geschehen. Die Kombination aus fallenden Kupfer- und Ölpreisen, gemeinsam mit dem immer stärkeren US-Dollar und der überraschenden Kursänderung der Schweizer Nationalbank (SNB) habe Zweifel an den Wachstumshoffnungen geregt, hieß es aus dem Handel.

   Auch die US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Auf der einen Seite trübte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Jänner, wie aus dem neuen Philly-Fed-Index hervorgeht, kräftig ein. Das Barometer fiel von 24,3 auf nur mehr 6,3 Zähler und damit den tiefsten Stand seit Februar 2014. Ein positiver Wert in dem Index weist auf eine Expansion in der wichtigen Wirtschaftsregion hin.

   Die Stimmung im US-Bundesstaat New York hellte sich dagegen im Jänner überraschend deutlich auf. Der Empire State-Index stieg von minus 1,23 auf plus 9,95 Punkte. Zudem wurden Zahlen zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der vergangenen Woche um 19.000 auf 316.000. Experten hatten mit einem Rückgang auf 290.000 Anträge gerechnet.

   Branchenseitig richteten sich die Anlegeraugen auf die jüngsten Ergebniszahlen der Großbanken. Diese konnten jedoch nicht überzeugen. Auf der einen Seite musste Citigroup nach der eigenen Präsentation einen Kursabschlag von 3,71 Prozent hinnehmen. Das Geldhaus hatte zuvor verkündet, dass der Nettogewinn im vierten Quartal um 87 Prozent eingebrochen ist. Dafür verantwortlich seien Sonderlasten in der Höhe von 3,5 Mrd. Dollar für Rechtsstreitigkeiten und den laufenden Konzernumbau gewesen.

   Auch der Konkurrent Bank of America wurde mit einem Minus von 5,24 Prozent auf die Verkaufslisten gesetzt. Das Institut konnte nur einen um 14 Prozent niedrigeren Überschuss erreichen. Wie schon beim Branchenprimus JPMorgan waren niedrigere Einnahmen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren verantwortlich für die schlechteren Geschäfte. Der Umsatz fiel zudem um 12,8 Prozent auf 19 Mrd. Dollar.

   Auch der Internetriese Google sorgte für Aufsehen. Die schwerfällig gestartete Datenbrille Glass soll einen Neuanfang bekommen und der Verkauf der ersten Version an Verbraucher eingestellt werden. Die Brille hatte von Beginn an mit Sorgen um die Privatsphäre der Benutzer zu kämpfen. Das Projekt soll jedoch in einem eigenständigen Bereich vom ehemaligen Apple-Manager Tony Fadell weitergeführt werden. Die Google-Aktie reagierte mit einem Minus von 0,38 Prozent.

   Noch tiefer abwärts ging es für die Titel des Smartphone-Herstellers Blackberry. Sowohl Samsung als auch das kanadische Unternehmen dementierten einen Bericht über eine milliardenschwere Übernahme durch den südkoreanischen Elektronikriesen. Insider hatten zuvor Reuters gesagt, dass Samsung mit einer Offerte über 7,5 Mrd. Dollar an Blackberry herangetreten sei. Daraufhin hatte sich die Blackberry-Aktie schlagartig um fast 30 Prozent verteuert. Den Donnerstagshandel verließ sie schlussendlich mit minus 19,77 Prozent.

   Ebenfalls einen kräftigen Kursabschlag erlitt die Elektronikhandelskette Best Buy. Anleger zeigten sich offenbar vom pessimistischen Umsatzausblick enttäuscht. Die Titel büßten satte 14,06 Prozent ein.
 

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