Wall Street schließt uneinheitlich

US-Börsen

Wall Street schließt uneinheitlich

Der Dow Jones gewann 117,52 Einheiten oder 0,72% auf 16.518,54 Zähler.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während der anhaltende Ausverkauf von Internet-Aktien auf die Technologiebörse Nasdaq drückte, profitierten Standardwerte etwas von der Anhörung der Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Kongress.

Der Dow Jones Industrial Index verbesserte sich um 117,52 Punkte oder 0,72 Prozent auf 16.518,54 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 10,49 Punkte oder 0,56 Prozent auf 1.878,21 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ging hingegen um 13,09 Einheiten oder 0,32 Prozent auf 4.067,67 Zähler zurück.

Vor allem die Flut an Quartalszahlen stand im Fokus und zog teils heftige Kursschwankungen nach sich. "Die Berichtssaison war bisher insgesamt besser als erwartet", sagte ein Aktienstratege. Die Unternehmensgewinne dürften künftig weiter an Fahrt aufnehmen, denn die Konjunkturdaten ließen gute Zeiten erwarten. Neben den Quartalszahlen zog aber auch der Auftritt der Fed-Chefin Yellen die Aufmerksamkeit auf sich. Dabei hat Yellen den Finanzmärkten weiter ultrabilliges Geld versprochen. Händler hoben auch die Schwäche der kleinen Werte hervor: Ihr Index Russel 2000 fiel auf den tiefsten Stand seit drei Monaten.

Aus dem Internetbereich rutschten Groupon-Aktien um 20,68 Prozent ab, nachdem das Rabattportal skeptischer als Analysten auf das zweite Quartal blickt. Auch der Aktienkurs von Twitter verlor weitere 3,74 Prozent, nachdem frühe Investoren und Mitarbeiter am Dienstag ihre Anteilsscheine verkaufen durften. Mit einem Kurs zeitweise unter 30 Dollar rutschte das Papier auf den niedrigsten Stand seit dem Börsengang im November vergangenen Jahres. Am Vortag waren die Titel bereits um 18 Prozent eingebrochen.

Die Aktien des Medienkonzerns Walt Disney schlossen nach Zahlen mit minus 0,91 Prozent. Dank des Animationsfilms "Die Eiskönigin" hatte Disney zuletzt Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

Die Papiere von Electronic Arts waren mit einem Kurssprung von 21,0 Prozent der Star im S&P-500-Index. Der Videospieleentwickler hatte Rekordumsätze mit dem Mobile-Bereich bekannt gegeben.

Aktien der Bioläden-Kette Whole Food Markets rutschten nach einer weiteren Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Bereits im November und im Februar hatte das Unternehmen die Ziele heruntergeschraubt. Ein Händler verwies auch auf zahlreiche Analystenabstufungen als Belastung. Die Papiere brachen am Ende des Nasdaq-100-Index um 18,81 Prozent ein.