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Wiener Börse geht fester aus dem Handel

Ölwerte OMV und SBO gesucht - Valneva setzen Talfahrt fort.

Die Wiener Börse hat am Montag fester geschlossen. Der ATX stieg 17,89 Punkte oder 0,81 Prozent auf 2.233,66 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund neun Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.225,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,62 Prozent, DAX/Frankfurt +0,25 Prozent, FTSE/London +1,17 Prozent und CAC-40/Paris +0,13 Prozent.

Europaweit ging der Wochenstart mit Kursgewinnen zu Ende. Der Handelstag verlief mangels impulsgebender Konjunkturdaten und Unternehmensnachrichten ruhig. Am Markt wurde auf die heute Abend anstehende Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen gewartet.

Gehofft wird auf neue Hinweise der Fed-Chefin zum Zeitpunkt des nächsten Zinsschritts. Eine Leitzinserhöhung im Juni ist aber für die meisten Anleger nach den schwachen US-Jobdaten kein Thema mehr. Zudem spricht die politische Unsicherheit im Vorfeld des Brexit-Referendums gegen eine Zinserhöhung im Juni, hieß es von Marktbeobachtern.

Im Zuge steigender Ölpreise waren in Wien Ölwerte unter den größten Kursgewinnern zu finden. OMV setzten sich mit plus 2,90 Prozent auf 24,86 Euro an die Spitze der Kurstafel und Schoeller-Bleckmann stiegen um 1,69 Prozent auf 52,98 Euro. Auch das europäische Branchenumfeld präsentierte sich fest. Der Brent-Ölpreis notierte zum europäischen Börsenschluss um knapp zwei Prozent im Plus. Bei höherem Volumen fest zeigten sich zudem voestalpine, die Titel legten 1,73 Prozent auf 31,52 Euro zu.

Dagegen sackten Valneva erneut ans Ende des Wiener prime market ab und knüpften damit an ihren Kursrutsch vom Freitag an. Bis zum Handelsschluss büßten die Papiere 4,23 Prozent auf 2,56 Euro ein und haben damit seit dem Donnerstagsschlusskurs mehr als ein Fünftel ihres Werts verloren. Am Freitag hatten die Aktien des Impfstoffentwicklers bereits satte 18,40 Prozent verloren, nachdem gemeldet wurde, dass der aussichtsreiche Impfstoffkandidat des Unternehmens gegen den Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa in einer Studie einen positiven Impfstoffeffekt nicht bestätigen konnte.

Größere Abgaben gab es auch in Rosenbauer (minus 2,17 Prozent auf 58,70 Euro) und Porr (minus 2,07 Prozent auf 27,42 Euro). Unverändert zum Vortag schlossen indessen FACC-Titel (4,66 Euro). Der vor knapp zwei Wochen mit sofortiger Wirkung abberufene Chef des oberösterreichischen Flugzeugzulieferers, Walter Stephan, will laut "Der Börsianer" gerichtlich gegen seine Entlassung durch die chinesischen Eigentümer vorgehen.