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Schwaches Volumen

Wiener Börse schließt höher

Der ATX stieg 4,99 Punkte oder 0,18 Prozent auf 2.826,79 Einheiten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 4,99 Punkte oder 0,18 Prozent auf 2.826,79 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund acht Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.835 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,43 Prozent, DAX/Frankfurt -1,09 Prozent, FTSE/London -0,57 Prozent und CAC-40/Paris -1,25 Prozent.

Die europäischen Aktienmärkte haben überwiegend einen schwachen Wochenauftakt verzeichnet. Als Belastungsfaktor nannten Börsianer die Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland und damit verbundene Gerüchte über einen möglichen Ausstieg der Hellenen aus der Währungsunion, welche allerdings umgehend dementiert wurden. Am Nachmittag rückte die Entscheidung der Ratingagentur S&P, die Kreditwürdigkeit Griechenlands um zwei Stufen herabzusetzen, für zusätzlichen Abwärtsdruck.

Einzig die Wiener Börse konnte sich bei niedrigen Umsätzen und nur wenigen marktrelevanten Nachrichten dem Sinkflug entziehen. Marktteilnehmer berichteten von Zurückhaltung, bevor die Berichtssaison morgen wieder an Fahrt gewinnt. Mit Wienerberger, Semperit und Intercell legen gleich drei ATX-Mitglieder ihre Bilanz zum abgelaufenen Jahresviertel zur Begutachtung vor.

Der Baukonzern Strabag sieht sich in Deutschland aktuell mit einer schwierigen Auftragslage konfrontiert. Die kommunalen Kassen ließen nur wenige Bauaufträge im Straßenbau zu, heißt es von Unternehmensseite. Der Orderrückgang in Deutschland betrage im ersten Quartal vier Prozent, so die Strabag. Auch in den kommenden Monaten sei keine Entspannung in diesem Geschäftssegment zu erwarten. Strabag-Aktien schlossen um 0,29 Prozent schwächer bei 22,37 Euro.

Zahlreiche Analystenkommentare konnten den Mangel an Konjunktur-und Unternehmensnachrichten teilweise wett machen. Alleine zum Anlagenbauer Andritz meldeten sich fünf Experten zu Wort. JP Morgan, UniCredit, CA Cheuvreux und die Deutsche Bank haben ihre Andritz-Kursziele angehoben und Hauck & Aufhäuser bestätigten ihre Kaufempfehlung. Die Papiere des steirischen Unternehmens kletterten um 2,61 Prozent auf 71,23 Euro.

Europaweit schwächer tendierten Banken- und Versichererwerte. Marktteilnehmer verwiesen einerseits auf die Griechenland-Abstufung und andererseits auf die schwachen Quartalszahlen des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück. Unter den Banktiteln ließen Erste Group 0,48 Prozent auf 33,98 Euro nach und Raiffeisen Bank verloren 0,35 Prozent auf 36,74 Euro. Bei den Versicherern verbilligten sich UNIQA um 1,11 Prozent auf 15,19 Euro.

Vienna Insurance Group (VIG) konnten sich gegen den Branchentrend vorarbeiten und gewannen 1,36 Prozent auf 40,95 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank hatten ihre Anlageempfehlung von "hold" auf "buy" angehoben und das Kursziel kräftig von 37 auf 46 Euro erhöht. Zudem revidierten die Deutsche Bank-Experten ihr Semperit-Kursziel von 42 auf 46 Euro nach oben. Semperit-Aktien schlossen um 0,17 Prozent höher bei 37,83 Euro.