"Überfällige" Korrektur

Wiener Börse schließt im Minus

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Der ATX fiel um 21,72 Punkte oder 0,83 Prozent auf 2.604,89 Einheiten.

Die Wiener Börse hat heute, Montag, mit tieferen Notierungen geschlossen. Der ATX fiel um 21,72 Punkte oder 0,83 Prozent auf 2.604,89 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund neun Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.614 Punkten.

   Die übrigen europäischen Indizes waren gleich dem ATX mehrheitlich schwächer gestartet, was laut Marktteilnehmern der fortgesetzten und "überfälligen" Korrektur an den Aktienmärkten geschuldet war. Bereits vergangenen Freitag setzte es klare Verluste an den Börsen in Europa und den USA, auch die Vorgaben aus Asien waren zum Wochenbeginn äußerst negativ ausgefallen.

   Am schwachen Sentiment konnte auch der stärker als erwartet aufgehellte ifo-Geschäftsklimaindex nichts ändern. Das Barometer stieg im Jänner auf seinen Höchststand seit Mitte 2011. Zwischenzeitlichen Auftrieb verlieh den Börsen laut Händlern die unerwartet starke Bilanz des weltgrößten Baumaschinen-Herstellers Caterpillar. Der US-Konzern überraschte nicht nur mit seinem Gewinn, sondern erwartet auch eine Aufhellung der weltweiten Konjunkturlage.

   Von der starken Caterpillar-Bilanz profitierten an der Wiener Börse auch die Aktien des Salzburger Kranherstellers Palfinger, die ein klares Plus von 6,08 Prozent auf 31,75 Euro einfuhren und damit stärkster Wert im prime market waren.

   Ebenso von der US-Berichtssaison unterstützt wurden AT&S, die sich um deutliche 5,75 Prozent auf 8,30 Euro verteuerten. Die Aktien des Apple-Zulieferers profitierten dabei von positiven Erwartungen vor der nachbörslichen Zahlenvorlage des US-Elektronikriesen. Denn im Weihnachtsgeschäft dürfte der US-Technologiekonzern nach Einschätzung von Analysten erstmals die Marke von 55 Millionen verkauften iPhones und 26 Millionen iPads geknackt haben.

   In den Indexkeller rutschten hingegen die Bankenwerte: Raiffeisen schwächten sich um 3,42 Prozent ab, Erste Group gingen mit minus 2,63 Prozent aus dem Handel. Zuvor hatten die Analysten der Erste Group die Raiffeisen-Titel von "Accumulate" auf "Buy" hochgesetzt und ihr Kursziel um deutliche zehn Euro auf 38,0 Euro erhöht. Die Wertpapierexperten der Schweizer UBS hatten hingegen ihr Votum für die Erste-Aktie von "Buy" auf "Neutral" abgeschwächt, ihr Kursziel hingegen um einen Euro auf 29,0 Euro hochgestuft.

   Auch voestalpine reihten sich mit minus 1,24 Prozent auf 33,17 Euro unter die Verlierer. Die Analysten der Credit Suisse hatten ihr Kursziel für die Aktie von 27 auf 38 Euro angehoben. Gleichzeitig wurde das Votum "Neutral" von bestätigt. Zudem hoben die Analysten der Erste Group ihr Votum für die Andritz-Aktie (plus 0,74 Prozent) von "Hold" auf "Buy". Das Kursziel wurde von 42,8 auf 53,3 Euro erhöht.
 

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