ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX rutscht 3,2 Prozent ins Minus

Der ATX büßte 66,31 Punkte oder 3,21 Prozent auf 2.000,84 Einheiten ein.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX büßte 66,31 Punkte oder 3,21 Prozent auf 2.000,84 Einheiten ein. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 39 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.040 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,47 Prozent, DAX/Frankfurt -2,82 Prozent, FTSE/London -2,02 Prozent und CAC-40/Paris -3,00 Prozent.

   Die europäischen Börsen starteten einheitlich mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche. "Diese Entwicklung war leider fast zu erwarten. Nach dem Verfallstermin am Freitag kehren wir nun wieder zurück in die alte Spur", kommentierte ein Händler die Abschläge.

   Als Hauptbelastungsfaktor wurde die wieder gestiegene Unsicherheit um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands genannt. Zudem wurde das Treffen der EU-Finanzminister vom Wochenende als enttäuschend bezeichnet.

   Am Nachmittag drückte eine sehr schwache Eröffnung an der Wall Street die europäischen Indizes noch tiefer ins Minus. Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Finanzwerte und Aktien aus dem Rohstoff-Sektor unter den größten Verlierern.

   Auch die heimischen Branchenvertreter konnten sich diesem Trend nicht entziehen. So mussten voestalpine ein sattes Minus von 7,04 Prozent auf 22,96 Euro verbuchen. Laut einem Händler hat die Credit Suisse das Kursziel für die voest-Aktien von 33 auf 30 Euro gekürzt. Unter den Bankwerten büßten Raiffeisen 5,27 Prozent auf 22,83 Euro ein und Erste Group rutschten 5,84 Prozent auf 19,67 Euro ab.

   Bei den Versicherern verloren Vienna Insurance Group 3,10 Prozent auf 28,10 Euro. Klar tiefer zeigten sich auch Schoeller-Bleckmann, die nach den jüngsten Zugewinnen um 4,43 Prozent auf 49,91 Euro korrigierten. Andritz gaben 3,03 Prozent auf 63,96 Euro nach.

   Lenzing fielen 1,39 Prozent auf 81,80 Euro und Mayr-Melnhof sanken um 0,86 Prozent auf 69,30 Euro. Die beiden Titel ersetzen ab heute Semperit (minus 0,45 Prozent) und Intercell (minus 2,46 Prozent) im Leitindex ATX.