ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

RHI-Aktie nach Chefwechsel sehr schwach

Der ATX stieg 19,31 Punkte oder 0,90 Prozent auf 2.163,08 Einheiten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 19,31 Punkte oder 0,90 Prozent auf 2.163,08 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 15 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.148 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,21 Prozent, DAX/Frankfurt +0,05 Prozent, FTSE/London +0,29 Prozent und CAC-40/Paris +0,39 Prozent.

Am Berichtstag pendelte der ATX mehrmals zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Dies zeige die anhaltende Verunsicherung der Akteure, hieß es aus dem Handel. Dass die EZB ihre Wachstumsprognosen für heuer und das kommende Jahr nach unten revidiert hat, belastete etwas auf fundamentaler Seite. Im Späthandel zog jedoch eine freundliche Stimmung an der Wall Street die Kurse europaweit wieder nach oben.

Auf Unternehmensebene zog in Wien die RHI-Aktie mit einem Kursabschlag von 5,07 Prozent auf 16,00 Euro die Aufmerksamkeit auf sich. Der Feuerfestkonzern gab am Mittwochabend überraschend erneut einen Chefwechsel bekannt. Ein Marktteilnehmer zeigte sich verwundert, dass ein Unternehmen innerhalb von drei Jahren dreimal den Chef austauscht.

Positive Vorzeichen wiesen die Bankenpapiere auf und unterstützten damit den ATX. Raiffeisen Bank International verbuchten einen Kursgewinn in der Höhe von 2,70 Prozent auf 27,60 Euro. Erste Group schloss mit plus 1,28 Prozent auf 23,75 Euro.

Gesucht tendierten auch Vienna Insurance. Die Versicherungsaktie ging mit einem Aufschlag von 2,58 Prozent auf 30,62 Euro aus dem Handelstag. Der ersten Platz eroberten Immofinanz mit plus 2,94 Prozent auf 2,48 Euro.

Unter den weiteren Schwergewichten gewannen voestalpine 1,69 Prozent auf 25,00 Euro. Andritz steigerten sich um 1,16 Prozent auf 62,59 Euro. OMV kletterten um 0,63 Prozent auf 26,37 Euro. Telekom Austria befestigten sich um moderate 0,39 Prozent auf 7,49 Euro.