Russland

Finanzminister: Land könnte in Rezession rutschen

Moskau Kreml Roter Platz
© Getty Images
Das Wachstum im 2. Quartal sei unerwartet schwach.
OE24 auf Google bevorzugen

Die schwächelnde russische Wirtschaft könnte nach Einschätzung von Finanzminister Alexej Uljukajew in die Rezession rutschen. "Es gibt ein solches Risiko", sagte er am Montag in Moskau. Das Ziel der Wirtschaftspolitik sei es jedoch, diese Risiken zu berücksichtigen und rechtzeitig eine Antwort zu finden, so der frühere Zentralbanker. Zuvor hatte der Minister in einem Zeitungsinterview noch betont, weder sei Russland in einer Rezession, noch könnte das Land dahin abgleiten.

BIP zweimal in Folge gesunken
Die Wirtschaft hatte im zweiten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 1,2 Prozent zugelegt und damit deutlich schwächer als erwartet. Ökonomen gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal inzwischen bereits zwei Mal in Folge gesunken ist. Dies gilt als Definition für eine - zumindest technische - Rezession.

Das Wirtschaftsministerium hatte im April die Wachstumsprognose für 2013 um ein Drittel auf 2,4 Prozent gesenkt. Uljukajew sagte, es gebe keinen Anlass, diese Einschätzung zu ändern.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


1 / 223

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden