20 Anzeigen wegen Sonntagsöffnung

Aktion scharf in Wien

20 Anzeigen wegen Sonntagsöffnung

Magistrat und Finanzpolizei kündigen weitere Kontrollen an.

Bei einer Aktion scharf haben gestern Beamte des Wiener Marktamtes (Magistratsabteilung 59) und der Finanzpolizei das Sonntagsöffnungs-Verbot in mehreren Wiener Bezirken kontrolliert. Das berichtete KonsumentInnenstadträtin Sandra Frauenberger in einer Aussendung. Neben der Einhaltung der Sonntagsruhe wurden auch die Bestimmungen des Arbeitsschutzes sowie die Preisauszeichnung kontrolliert.

20 Anzeigen wegen Sonntagsöffnung
Bei der Razzia in den Bezirken 2,3,11 und 20 setzte es 20 Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Sonntagsruhe. Den Ladenöffnungs-Sündern drohen jetzt Verwaltungsstrafen zwischen 77 und 630 Euro. Alle beanstandeten Betriebe seien Lebensmittelgeschäfte gewesen, berichtete die APA unter Berufung auf den Magistrat der Stadt Wien. Man habe zahlreiche Beschwerden wegen am Sonntag geöffneter Gesetze bekommen, rechtfertigt Stadträtin Frauenberger die Aktion und kündigt weitere Razzien an.

Sonntagsöffnung grundsätzlich verboten
Geschäfte dürfen in Österreich an Sonntagen (von Samstag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr) grundsätzlich nicht offen halten. Ausnahmen gelten nur für Bäckereien und Geschäfte auf Bahnhöfen und Flughäfen sowie Tankstellenshops. Der Bund erlaubt den Landeshauptleuten außerdem, in Tourismusgebieten die Sonntagsöffnung per Verordnung zu erlauben. Der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Häupl hat sich allerdings bereits mehrfach gegen die Sonntagsöffnung ausgesprochen.