Baukonjunktur zog deutlich an

Von Jänner bis April

Baukonjunktur zog deutlich an

Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau +21,8 Prozent.

In den ersten vier Monaten des Jahres hat die Baukonjunktur in Österreich angezogen: Von Jänner bis April 2012 erwirtschafteten die österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen nach Berechnungen von Statistik Austria einen Bauproduktionswert von 3,6 Mrd. Euro, um 7,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Dabei konnte der Hochbau (2,2 Mrd. Euro bzw. +10,6 Prozent) ein viel deutlicheres Produktionsplus erzielen als der Tiefbau (1,2 Mrd. Euro bzw. +2,0 Prozent).

Der Produktionswert der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag von Jänner bis April mit 1,1 Mrd. Euro um 3,4 Prozent über jenem des Vorjahresvergleichszeitraums. Zuwächse waren vor allem in den Teilsparten "Brücken- und Hochstraßenbau" (+24,3 Prozent), "Tunnelbau" (+22,6 Prozent) und "Bau von Straßen" (+20,4 Prozent) zu verzeichnen. Rückgänge im Produktionsvolumen gab es in den Teilsparten "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-19,9 Prozent), "Sonstiger Hochbau" (-6,4 Prozent), "Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau" (-1,7 Prozent) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (-0,4 Prozent).

Regional betrachtet konnten Vorarlberg (+25,8 Prozent), die Steiermark (+12,8 Prozent) und Salzburg (+11,8 Prozent) den Wert der Gesamtproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum am meisten steigern. Im Burgenland (-0,1 Prozent) und in Kärnten (-3,5 Prozent) verringerte sich hingegen die Bautätigkeit.

Ende April 2012 wiesen die österreichischen Bauunternehmen (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von 8,6 Mrd. Euro auf, um 21,8 Prozent mehr gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. In Salzburg (+76 Prozent), in Wien (+34  Prozent), in der Steiermark (+32 Prozent), im Burgenland (+23 Prozent) und in Tirol (+23 Prozent) erhöhte sich das Auftragsvolumen im Vergleich zur Vorjahresperiode überdurchschnittlich; rückläufige Auftragsbestände wies als einziges Bundesland Kärnten (-10,5 Prozent) auf.

 Die 61.584 Unternehmen des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) erzielten im April 2012 nach Berechnungen von Statistik Austria mit 909.152 (+2,1 Prozent zum Vorjahr) unselbstständig Beschäftigten Umsätze in der Höhe von 21,0 Mrd. Euro (+5,6 Prozent). Im gesamten Bau (Hoch- und Tiefbau einschließlich Baunebengewerbe) lag die abgesetzte Produktion bei 2,9 Mrd. Euro (+8,2 Prozent); am Monatsende arbeiteten im Bau 261.826 (+2,1 Prozent) unselbstständig Beschäftigte.