Beratungen über neue Finanzregeln beim Davos-Forum
Wie Delegationsteilnehmer berichteten, ist eines der Hauptziele, durch eine Überregulierung den Wirtschaftsaufschwung nicht abzubremsen. Genau davor warnte am Samstag der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. "Wir wissen, dass etwas rasch passieren muss, damit das Vertrauen in das System wiederhergestellt wird", sagte Ackermann. "Wir brauchen aber eine Optimierung zwischen Stabilität und Effizienz".
An den Gesprächen hatten nach Angaben von Beteiligten unter anderem Vertreter der USA, Großbritanniens, Chinas, der EU und Japans sowie Finanzmanager der Deutschen Bank, JP Morgan Chase, HSBC, der Bank of America und Standard Chartered teilgenommen. Das Treffen diente der Suche nach den Gemeinsamkeiten zwischen Politik und Finanzindustrie. Ein Teilnehmer sprach danach "von einem höchst konstruktiven Dialog".
Ackermann hatte in Davos durchblicken lassen, dass er sich für Banken auch eine Besteuerung vorstellen könne, als Kompensation für die Mittel, die die Steuerzahler zur Rettung der Institute bereitgestellt hätten. So etwas hatte US-Präsident Obama verlangt. Auch forderte der Deutsche-Bank-Chef eine Harmonisierung der Kapital- und Liquiditätsvorschriften auf globaler Ebene.
Dies entspricht dem grundsätzlichen Ruf in Davos nach globalen statt nationalen Regeln zur Vermeidung künftiger Krisen. Doch dies müsse mit Vorsicht angegangen werden, damit die Märkte funktionsfähig blieben. "Wir haben die Sorge, dass die Konjunkturspritzen zu früh beendet werden", sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn.
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