Carl Zeiss

Cassidian-Deal

EADS-Tochter übernimmt Zeiss Militäroptik

Mittelfristig will Carl Zeiss aus Verteidigungstechnik aussteigen.

Die EADS-Tochter Cassidian übernimmt zu gut drei Vierteln die Militär- und Sicherheitsoptiksparte des Technologiekonzerns Carl Zeiss. Die restlichen 24,9 Prozent der Optronik-Sparte blieben bei Carl Zeiss, teilten die beiden Unternehmen am Freitagabend mit. Mittelfristig wolle Carl Zeiss aus der Verteidigungstechnik aussteigen. Beide Partner versprechen sich von dem Zusammenschluss eine Verbesserung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Teil der Vereinbarung sei eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis 2015. Zu finanziellen Vereinbarungen wurde zunächst nichts bekannt.

Die Militär- und Sicherheitssparte Carl Zeiss Optronics liefert Sichtgeräte, Aufklärungskameras, Laser- und Justiersysteme sowie Wärmebildgeräte und Entfernungsmesser an die deutsche Bundeswehr und Streitkräfte anderer Länder. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Oberkochen und Wetzlar sowie im südafrikanischen Irene 780 Mitarbeiter.

Für Cassidian sei die Einbeziehung des Bereichs eine strategische Ergänzung des bestehenden Geschäfts mit Sensoren, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern Carl Zeiss betonte, Ziel sei die Zukunftssicherung für den Bereich Optronik. "In einem Markt, der drastisch sinkende Verteidigungshaushalte der NATO-Staaten und tiefgreifende Umwälzungen in Regionen wie Asien und Nordafrika zu bewältigen hat, zählen erstklassige Marktzugänge und die Kraft eines weltweit führenden Unternehmens zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren", sagte der Chef der Carl Zeiss AG, Michael Kaschke. Beides bringe Cassidian mit.