Eigentumswohnungen deutlich teurer

Preise steigen

Eigentumswohnungen deutlich teurer

Wertsteigerung von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Der Immobilienmarkt hat sich im 1. Halbjahr trotz oder gerade wegen der Eurokrise weiter gut entwickelt. Insbesondere bei Eigentumswohnungen in Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich und Wien gab es deutliche Preissteigerungen, teilte das Maklernetzwerk Remax mit. Insgesamt investierten die Österreicher 8,3 Milliarden Euro in Immobilien. Wien liegt mit mehr als 2,31 Mrd. Euro wieder klar voran. Die meisten Immobilienkäufe wurden allerdings in Niederösterreich registriert.

"Die Devise Grundbuch statt Sparbuch ist weiterhin im Trend", so Anton Nenning, Managing Direktor von Remax Austria. Demnach wurden 45.528 Immobilienkäufe zwischen Jänner und Juni 2011 im österreichischen Grundbuch eingetragen. Das sind um 0,35 Prozent oder 162 mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. "Eine Mengen-Steigerung zum boomenden Vorjahr ist also nicht zu verzeichnen", relativiert Nenning.

16.927 Wohnungen wechselten in Österreich um durchschnittlich 136.761 Euro den Eigentümer. Die Wertsteigerung von 7,5 Prozent liege damit deutlich über der des Vorjahres von 4,5 Prozent. Die Zahl der gekauften Wohnungen zeigt nach dem Vorjahresboom von 18,5 Prozent im Jahresvergleich einen leichten Rückgang von 0,8 Prozent. Auch Grundstücke erfreuten sich weiter großer Beliebtheit: 10.789 Grundstücke im Gesamtwert von 1,2 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr gehandelt. Damit stieg die Transaktionsanzahl gegenüber dem Rekordjahr 2010 um weitere 1,3 Prozent, während der Gesamtwert um 1,6 Prozent sank.

Das West-Ost-Gefälle bleibt, allerdings gibt es laut Remax massive Verschiebungen in den Bundesländern. Salzburg hat mit Wohnungspreisen von 176.301 Euro eine einmalige Steigerungsrate von 15,6 Prozent zu verzeichnen und überholt somit Tirol mit Wohnungspreisen von 166.200 Euro (+4,1 Prozent).

Am Zinshausmarkt kam es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 zu einem regelrechten Einbruch. Auslöser ist laut Re/Max das fehlende Angebot. Während im ersten Halbjahr 2010 noch 405 Zinshäuser im Wert von über 740 Mio. Euro gehandelt wurden, waren es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 lediglich 234 Zinshäuser im Wert von 442 Mio. Euro.